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27. Jahrgang Heft 3 März 2006

Übersichten
Dr. Steffen Amann
Gemeinsames Positionspapier der ABDA, der ADKA und des VFA vom 30. August 2005


Werner Menz, Mannheim, im Auftrag der AABG-Arbeitsgruppe ADKA e. V.
Insuline

Im Auftrag der AABG-Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e. V. wurde eine Übersicht von den in Deutschland zugelassenen Insulinen erstellt. Sie kann unter anderem als Entscheidungshilfe für eine preisgünstige Therapiealternative im Sinne des § 115c SGB V verwendet werden.

Schlüsselwörter: AABG, Insulin, Diabetes mellitus, Aut-simile-Substitution, Arzneimittelinformation

Krankenhauspharmazie 2006;27:93–102.



Hans-Peter Lipp, Tübingen
Klinisch-pharmazeutische Überlegungen zu einem neuen Antiemetikum

Aprepitant ist der erste Neurokinin-1-Rezeptorantagonist, der für die Vermeidung der Nausea und Emesis in Verbindung mit hochemetogener, auf Cisplatin beruhender Chemotherapie und moderat emetogener Chemotherapie zugelassen wurde. Erste Studiendaten zum direkten Vergleich lassen auf eine Überlegenheit von Aprepitant gegenüber dem 5-HT3-Rezeptorantagonisten Ondansetron bei der Kontrolle der verzögerten Emesis schließen. Zu berücksichtigen ist seine moderat inhibierende Eigenschaft auf Substrate, die dem metabolischen Abbau via Cytochrom P450-3A4 unterliegen und einen relativ hohen First-Pass-Effekt nach oraler Gabe aufweisen. Klinisch relevant ist darüber hinaus die Wechselwirkung mit Glucocorticoiden. Moderat induzierende Eigenschaften auf das Cytochrom P450-2C9 sind vor allem bei der gleichzeitigen Gabe von oralen Antikoagulanzien zu berücksichtigen. Aprepitant wurde inzwischen in verschiedenen Leitlinien zur Antiemese fest verankert, wobei bei moderat emetogenen Chemotherapien die Zahl an prädisponierenden Risikofaktoren und die emetogene Potenz der Chemotherapie den entscheidenden Ausschlag für den Einsatz bereits vor dem ersten Zyklus geben dürfte.

Schlüsselwörter: Aprepitant, Neurokinin-Rezeptorantagonisten, Serotonin-Rezeptorantagonisten, Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie

Aprepitant – clinical-pharmaceutical aspects with a new antiemetic agent

Aprepitant is the first neurokinin receptor antagonist which has been approved for the control of nausea and vomiting after highly emetogenic, cisplatin-based chemotherapy as well as moderately emetogenic chemotherapy. Preliminary data indicate a superior efficacy of aprepitant compared to ondansetron regarding the control of delayed emesis. Based on its moderately inhibitory effects on the cytochrome P450-3A4 isoenzyme, one has to be careful, when oral cytochrome P450-3A4 substrates with a high first-pass-effect are coadministered. The same is true for the coadministration of glucocorticoids. In contrast, aprepitant is able to induce the metabolism of substrates of the cytochrome P450-2C9 system, e.g. warfarin. Meanwhile, aprepitant has been considered a standard antiemetic in several recommendations dealing with the control of chemotherapy-induced nausea and emesis. Regarding moderately emetogenic anticancer drugs, the extent of predisposing factors and the emetogenic potency of the chosen drug will help to identify those patients who benefit from aprepitant mostly during the first treatment cycle.

Keywords: Aprepitant, neurokinin-antagonists, 5-HT3-antagonists, chemotherapy-induced nausea and vomiting

Krankenhauspharmazie 2006;27:103–12.



Serie
Arbeitsgemeinschaft Medikationsfehler der ADKA e.V.

Wöchentlich zu verabreichende Medikamente werden irrtümlich (mehrmals) täglich appliziert.



Fragen aus der Praxis
Wie ansteckend ist Tuberkulose?

Frage: „Wie lauten die aktuellen Hygienestandards für ärztliches und nicht ärztliches Personal bei der Versorgung von Kindern mit Tuberkulose, im Fall einer unbekannten, aber vermuteten Infektion, einer offenen Tuberkulose, einer offenen, aber seit über drei Wochen behandelten Tuberkulose?“



ADKA intern
XXXI. Wissenschaftlicher Kongress Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e. V.

„Sicherheit der Arzneimitteltherapie im Krankenhaus“ ist das Thema des XXXI. wissenschaftlichen Kongresses der deutschen Krankenhausapotheker.



Referiert & kommentiert
Dr. Susanne Heinzl
Kombinationen mit Caspofungin in der Salvage-Therapie

Die Kombination von Caspofungin mit Amphotericin B, Itraconazol oder Voriconazol ist bei Patienten mit invasiver Aspergillose, die auf andere Behandlungen nicht mehr ansprechen oder sie nicht vertragen, wirksam bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin und Prof. Dr. med. Matthias Trautmann, Stuttgart
Einfluss von Antimykotika auf die Rate systemischer Pilzinfektionen

Eine Pilzbesiedlung wird durch die Antimykotika-haltige selektive Darmdekontamination in hoch signifikanter Weise verhindert oder reduziert. Die Häufigkeit von Pilzinfektionen sank in 25 Studien von 3,9 % auf 1,3 %.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Reduktion durch Hygienemaßnahmen und fortlaufende Surveillance

Nosokomiale Infektionen sind für die betroffenen Patienten eine zum Teil höchst schmerzhafte und belastende Erfahrung. Sie verlängern den Krankenhausaufenthalt, führen zu zusätzlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen und sind im Falle schwerer Verläufe mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert. In einer italienischen Studie wurden Strategien zur Vermeidung auf einer Intensivstation untersucht.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin und Prof. Dr. med. Matthias Trautmann, Stuttgart
Prävention bei intubierten Patienten mit zwei Dekontaminationsregimen

Mit Polymyxin und Tobramycin kann die beatmungsassoziierte Pneumonierate auf der Intensivstation gesenkt werden. Dieser Effekt reicht aber nicht aus, um die Gesamtinfektionsrate zu verringern. Erst die Gabe von Mupirocin und die regelmäßige Körperwaschung führen zu einer Verminderung weiterer Infektionsarten.



Dr. Susanne Heinzl
Zyklisches Lipopeptid mit Wirkung gegen mehrfachresistente grampositive Erreger

Daptomycin ist der erste Vertreter der zyklischen Lipopeptide, der in den USA bereits seit 2003 zur Behandlung komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen durch grampositive Erreger zugelassen ist (CubicinTM). In Deutschland wird die Zulassung im 1. Halbjahr 2006 erwartet. Bei einmal täglicher Applikation als Kurzinfusion ist Daptomycin gut wirksam auch gegen mehrfach resistente grampositive Erreger.



Dr. Annemarie Musch, Stuttgart
Prävention und Therapie mit oralem Faktor-Xa-Hemmer ?

Der orale Faktor-Xa-Hemmer BAY 59-7939 ermöglichte bei über 1 300 Patienten nach einem orthopädischen Eingriff eine wirksame und sichere Thromboseprophylaxe, so das Ergebnis erster Phase-II-Studien. Niedermolekulares Heparin (Enoxaparin-Natrium) diente in diesen Studien als aktive Kontrolle.



Dr. Susanne Heinzl
Verträglichkeit bei gleichzeitiger Therapie mit Immunsuppressiva

Die Verträglichkeit des Echinocandins Caspofungin (Cancidas®) wird durch gleichzeitige Gabe von Immunsuppressiva wie Sirolimus, Tacrolimus, Ciclosporin oder Mycophenolatmofetil nicht verschlechtert. Dies ergab die Auswertung der Sicherheitsdaten von vier Phase-II- und Phase-III-Studien mit Caspofungin.



Dr. Barbara Kreutzkamp, München
Clopidogrel plus ASS besser als ASS allein

Bei Patienten mit einer symptomatischen Karotisstenose ist die kombinierte Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS) plus Clopidogrel einer ASS-Monotherapie in der Prävention asymptomatischer embolischer Prozesse überlegen. Nachgewiesen wurde dies mit Hilfe von transkranialem Ultraschall, der die asymptomatischen mikroembolischen Prozesse bei den Patienten misst und als validierter Marker für Schlaganfälle gilt.