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26. Jahrgang Heft 6 Juni 2005

Editorial
Dr. Steffen Amann, München


Berichte
Bericht von Hubert Schneemann, Essen
Brauchen wir neue Studien für eine Verbesserung der Patientenmedikation?*

Der Ablauf der Arzneimittelverteilung im Krankenhaus sowie die Epidemiologie der Fehler und Fehlerursachen werden beschrieben. Gefährdete Patientengruppen werden definiert und Lösungsansätze zur Fehlervermeidung und Verbesserung der Patientensicherheit vorgestellt.

Krankenhauspharmazie 2005;26:200–2.



Bericht von Dirk Keiner, Eisenberg
1. Deutscher Kongress für Patientensicherheit bei der medikamentösen Therapie

Der 1. Deutsche Kongress für Patientensicherheit bei der medikamentösen Therapie vom 19. bis 20. April 2005 in Saarbücken fand ein großes Echo. Die zahlreichen Teilnehmer auch aus den Reihen der Krankenhausapotheker nutzten die Erfahrungsberichte von nationalen und internationalen Referenten für einen wichtigen Gedankenaustausch. Die Arzneimitteltherapie im Krankenhaus stand im Mittelpunkt des Interesses.

Krankenhauspharmazie 2005;26:203–5.



Bericht von Jürgen Baumann, Ostfildern, und Susanne Heinzl, Stuttgart
Gemeinsame wissenschaftliche Tagung der Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland der ADKA e. V., Neu-Ulm, 1./2. April 2005

Mit der integrierten Versorgung vorwiegend in der Theorie, in einem Vortrag auch in der Praxis, beschäftigte sich der erste Tag der Tagung der südlichen Landesverbände der ADKA e.V. Anfang April in Neu-Ulm. Er wurde von Dr. Lutz Vogel, Ostfildern, und Georg Simon, Lebach, moderiert. Zentrales Thema an Tag 2 war die Arzneimittelinformation. Hier führten Rudolf Bernard, München, und Dr. Marion Stützle, Ludwigshafen, durch das Programm, das über die unterschiedlichen Aspekte der Arzneimittelinformation als Leistungsangebot der Krankenhausapotheken informierte.



Übersichten
Gisela Hofmann, Christian Rapke, Günther Scherbel und Hans-Werner Stedtfeld, Nürnberg
Eine Darstellung anhand von Beispielen

Die Arzneimitteltherapie bei ambulanter medizinischer Betreuung ist, verglichen mit stationär behandelten Patienten, nur unter erschwerten Bedingungen überwachbar. Eine Möglichkeit, Fehler zu entdecken, ist die Schnittstelle ambulant/stationär bei der Einweisung in das Krankenhaus. Die Umsetzung der medikamentösen Therapie eingewiesener Patienten auf Medikamente der Hausliste durch den Apotheker ermöglicht die doppelte Kontrolle der bisherigen Medikation. Fehler können durch den Apotheker ermittelt und in Zusammenarbeit mit dem Arzt revidiert werden. An zwei Fallbeispielen werden Fehler, die durch Monitoring- und/oder Compliance-Probleme entstanden sind, dargestellt.

Schlüsselwörter: Medikationsfehler, ambulante Pharmakotherapie, Compliance-Probleme, Drug-Monitoring

Errors in admission medication of trauma patients – avoidance strategy and case reports

Control of correct drug administration of outpatients is more difficult than in hospital-patients. At the entrance to the clinical pathway we have a chance to check for medication errors. The change of drugs to those listed in our hospital offers the opportunity to control the outpatient medication twice – by the pharmacist and the surgeon. The pharmacist will control the outpatient medication, list alternatives and mark errors or non credible data of the patient. The surgeon will check this list and change the therapy according to the pharmacist’s suggestion or after common discussion. We present two examples of medication errors, caused by monitoring and/or compliance problems.

Keywords: Medication errors, outpatient medication, patient compliance, drug monitoring

Krankenhauspharmazie 2005;26:195–9.



Dietrich Friess, Huu-Cuong Nguyen und Hans-Peter Lipp, Tübingen

Angaben zur physikalisch-chemischen Stabilität neu eingeführter Arzneimittel in der klinischen Onkologie sind oft sehr begrenzt. So wurde beispielsweise die Stabilität des Proteasomen-Inhibitors Bortezomib in der Packungsbeilage bisher mit acht Stunden bei Raumtemperatur festgesetzt. Allerdings liegen diesen Angaben sehr wahrscheinlich mikrobiologische Bedenken zugrunde, da in der vorliegenden HPLC-Untersuchung festgestellt wurde, dass Bortezomib unter den vorgegebenen Rekonstitutionsbedingungen mindestens 28 Tage bei 2 bis 8 °C stabil ist. Damit ist nicht nur eine Weiterverwendung von sterilen Restmengen innerhalb vorgegebener Therapiezyklen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Kostenminimierung in Verbindung mit einer zentralen Zytostatikazubereitung durch eine Krankenhausapotheke, möglich.

Schlüsselwörter: Bortezomib, Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Stabilität, Pharmakoökonomie

Krankenhauspharmazie 2005;26:206–10.



Wolfgang Kämmerer, Wiesbaden

Im Fallpauschalenkatalog 2005 wurde das System der Zusatzentgelte auf zahlreiche Blutprodukte, Chemotherapeutika, Antimykotika und Gerinnungsfaktoren ausgeweitet. Vielen Krankenhäusern stehen im Rahmen der korrekten OPS-Prozedurenkodierung dieser Leistungen Änderungen im Dokumentationsablauf und -aufwand bevor. Aufgabe der Krankenhausapotheke wird es sein, sich in die Dokumentations- und Abrechnungsprozesse einzubringen.

Krankenhauspharmazie 2005;26:211–6.



Wiltrud Probst, Heidenheim
Monographie der Arbeitsgruppe antiinfektiöse Therapie des Ausschusses Klinische Pharmazie der ADKA

Die in der Monographie erwähnten (Basis-)Dosierungen, Applikationen, Indikationen und Stabilitäten sind entsprechend dem Wissenstand zum Zeitpunkt der Manuskripterstellung recherchiert. Sämtliche Therapieempfehlungen wurden gewissenhaft überprüft. Der Anwender des jeweiligen Arzneimittels ist jedoch gefordert, die Dosierungen, Kontraindikationen und sonstige Therapierichtlinien eigenverantwortlich gemäß dem Stand des medizinischen Wissens auf Richtigkeit zu überprüfen.

Krankenhauspharmazie 2005;26:222–3.



Serie
Arbeitsgemeinschaft Medikationsfehler der ADKA e.V.

Patient erhält zwei unterschiedliche AT1-Antagonisten plus Diuretikum durch Verordnung zweier verschiedener Ärzte



Kongress
Abstracts der Poster, vorgestellt bei der ADKA-Fachtagung vom 3. bis 5. Juni 2005

Die Abstracts der Poster sind alphabetisch nach Autorennamen (Erstautor) sortiert.



Referiert & kommentiert
Melanie Görz, Friedrichshafen, und Martina Kroneisen, Limburg
Viertes Fortbildungsseminar in Ismaning

Das vierte Seminar des ADKA-Förderprogramms für Führungskräftenachwuchs vom 12. bis zum 13. März in Ismaning stellte eine Fortsetzung und Vertiefung des vorangegangenen Seminars in Berlin mit Herrn Dr. Seibt als Dozenten dar.



Dr. Brigitta Schreiber
Risikomanagement

Zum zehnten Mal trafen sich am 8. März 2005 die onkologisch tätigen Krankenhausapotheker sowie die pharmazeutisch-technischen Assistent(inn)en aus dem Münchner Raum zu ihrem Stammtisch. Die Veranstaltung wurde freundlicherweise von der Firma Lilly Deutschland unterstützt.



Dr. Dorothee Hausmann, Rostock
„Best-Practice-Beispiele“ der elektronischen Beschaffung zwischen Klinik und Hersteller

Schwerpunkt der vom BVMed (Bundesverband Medizintechnologie e. V.) veranstalteten Konferenz war die Darstellung aktueller Entwicklungen der elektronischen Beschaffungsprozesse, der Prozessoptimierung und der Einsparpotenziale für Kliniken sowie Lieferanten.



Dr. Barbara Kreutzkamp, München
Neuer SSNRI zugelassen

Mit Duloxetin (Cymbalta®) steht der zweite selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) für die Behandlung von unipolaren Depressionen zur Verfügung. Der SSNRI führt in einem vergleichsweise hohen Prozentsatz zu einer Vollremission und beeinflusst zusätzlich die Schmerzwahrnehmung.