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26. Jahrgang Heft 7 Juli 2005

Übersichten
Hubert Schüle, Göttingen
Kostensenkung im Gesundheitswesen

Die Verabreichung von Blutplasma erfolgt je nach verwendetem Blutplasmaprodukt unterschiedlich: Im Krankenhaus stehen für die Verabreichung von Blutplasma lyophilisiertes – also bei Raumtemperatur lagerfähiges – und tiefgefrorenes Blutplasma zur Verfügung. Die Verabreichung der beiden unterschiedlichen Blutplasmaprodukte wird in diesem Beitrag betrachtet, Prozessunterschiede werden bewertet und als Empfehlungen für das Prozessmanagement im Krankenhaus zusammengefasst.

Schlüsselwörter: Prozessmanagement, Blutplasma, Kostenmanagement

Process management in hospital

The article discusses the process of prescribing plasma in hospital. The differences between dry frozen and deep frozen plasma in administering are analysed and valued. Recommendations for the process management in hospital are given.

Keywords: Process management, plasma, cost management

Krankenhauspharmazie 2005;26:264-9.



Hartmut Krüpe und Roland Radziwill, Fulda

In Fortführung einer Studie, die im Auftrag der Arbeitsgruppe Klinische Ernährung der ADKA e. V. zum bakteriellen Kontaminationsrisiko vorgefüllter Sondennahrungsbeutel und der zugehörigen Überleitungssysteme durchgeführt worden war, wurde in zwei weiteren Untersuchungsreihen die Relevanz der Ergebnisse im klinischen Alltag geprüft. In der ersten Untersuchung wurden Unterschiede im Kontaminationsrisiko vorgefüllter Sondennahrungsbeutel festgestellt, die vom jeweiligen industriellen Design der Überleitungssysteme abhängig waren. Diese Unterschiede ließen sich unter klinischen Bedingungen in zwei folgenden Untersuchungsreihen nicht mehr aufzeigen.

Schlüsselwörter: Sondennahrung, Ernährungssysteme, bakterielle Kontamination

Krankenhauspharmazie 2005;26:273-4.



Berichte
Bericht von Bettina Polk und Susanne Heinzl, Stuttgart
Von der Vermeidung bis zur Dokumentation 10. ADKA-Fachtagung und Mitgliederversammlung, Mannheim, 2. bis 4. Juni 2005

Rund 250 Krankenhausapotheker(innen) und viele namhafte Gäste unter anderem aus Politik, Pharmaindustrie und Ärzteschaft besuchten im Congress Center Rosengarten in Mannheim die 10. ADKA-Fachtagung zum Thema Pharmakovigilanz. Die Entwicklung und der aktuelle Stand des Pharmakovigilanz-Systems in Deutschland wurden beleuchtet und Strategien zur Verbesserung aus verschiedenen Blickwinkeln vorgestellt. Die Krankenhausapotheke kann und sollte in diesem Bereich aktiv mitwirken – bis hin zur Übernahme der Rolle eines (gesetzlich verankerten) Pharmakovigilanz-Beauftragten. Das Thema der Hauptsitzung wurde durch eine Posterausstellung und Kurzvorträge ergänzt. In der Mitgliederversammlung erhielt Dr. Michael Baehr, Hamburg, die ADKA-Ehrennadel.



Dr. Hubert Schneemann, Essen

Nach einem Vortrag von Dr. Jens-M. Kuhlmann, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Anwaltskanzlei Quaas & Partner, Stuttgart, gehalten auf dem GlaxoSmithKline-Ökonomieforum am 27. November 2004 in Essen.



Bericht von Hubert Schneemann, Essen
12. Kasseler Symposium für Krankenhausapotheker, 28./29. Januar 2005


Serie
Arbeitsgemeinschaft Medikationsfehler der ADKA e.V.

Die ungewohnte Dosisangabe auf einem Itraconazol-haltigen Import-Arzneimittel führt zu einer fünffachen Überdosierung bei einem Patienten.



Fragen aus der Praxis
Dr. med. Prof. H. Lode. Berlin
Tobramycin-Inhalation bei COPD-Patienten?

Kann die inhalative Gabe von Tobramycin auch für COPD-Patienten mit chronischer Pseudomonas-Besiedelung, insbesondere aufgrund bestehender Bronchiektasen, empfohlen werden? Welche Dosierung oder welche Inhalationsdauer sind gegebenenfalls zu wählen?



Referiert & kommentiert
Dr. med. Peter Stiefelhagen, Hachenburg
Orale Rehydratation günstiger als intravenöse

Bei der Therapie der akuten Gastroenteritis im Säuglings- und Kleinkindesalter steht die Rehydratation im Vordergrund. Bei Nebenwirkungen, Aufwand und Heilungserfolg ist die orale Flüssigkeitssubstitution mit hypotonen Lösungen der intravenösen überlegen. Eine antibiotische Therapie ist nur in bestimmten Situationen erforderlich.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Neue wissenschaftliche Hinweise zum Nutzen?

Infusionen zur parenteralen Anwendung enthalten vielfach kleinste, unlösliche Partikel in der Größe von wenigen µm bis hin zu 100 µm. Erst ab etwa einer Größe von 100 µm kann man die Partikel optisch als Trübung wahrnehmen, sofern sie in großer Zahl vorhanden sind. Infusionsfilter können solche Partikel zurückhalten. Bei Venenverweilkanülen kann die Phlebitisrate verringert werden, sonst ist der klinische Nutzen aber weiterhin umstritten.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Schulungsprogramm bessert Pneumonie-Rate

Die nosokomiale, beatmungsassoziierte Pneumonie stellt sowohl in den USA als auch in Europa die häufigste nosokomiale Infektion dar. In einer Studie wurde in einem 1 000-Betten-Krankenhaus der Maximalversorgung in St. Louis, USA, durch ein Schulungsprogramm eine Reduktion der Beatmungspneumonien von 12,6 Episoden pro 1 000 Beatmungstage auf 5,7 Episoden pro 1 000 Beatmungstage erreicht.



Dr. Susanne Heinzl
Irinotecan bei Kolorektalkarzinom

Nach den Ergebnissen verschiedener klinischer Studien profitieren Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom von einer Erstlinientherapie mit Zytostatika und Antikörpern. Erfolgversprechend erscheint beispielsweise eine Kombination der monoklonalen Antikörper Cetuximab oder Bevacizumab mit dem Topoisomerase-Hemmer Irinotecan zu sein.



Dr. Barbara Kreutzkamp, München
CMF-Regime: Auch nach 30 Jahren noch Überlebensvorteile

Die vor 30 Jahren erstmalig beschriebene adjuvante Chemotherapie bei Brustkrebs-Patientinnen mit Cyclophosphamid, Methotrexat und Fluorouracil zeigt auch langfristig signifikante Überlebensvorteile gegenüber lokoregionär behandelten Frauen.



Annemarie Musch, Stuttgart
Optimierte Wundheilung bei Problemwunden

Die Anwendung des Wundversorgungspräparats Repithel® hat sich bereits bei Patienten nach Spalthauttransplantation als heilungsfördernd erwiesen. Nun konnte auch bei Patienten mit Grad-2a-Verbrennungen eine signifikante Reduktion des Zeitraums bis zum kompletten Wundverschluss gezeigt werden.



Fachkommission der Bundesapothekerkammer
Weiterbildung im Fachgebiet klinische Pharmazie

Im Jahr 2003/2004 führten einige Apothekerkammern eine Umfrage unter den Weiterzubildenden der verschiedenen Weiterbildungsgebiete durch. Unter anderem wurde der Grad der Zufriedenheit mit der Weiterbildung und die Ursachen für nicht erfüllte Erwartungen ermittelt. Außerdem waren die Umsetzbarkeit der Seminarinhalte in die praktische Tätigkeit und die Qualität der Betreuung durch die Ermächtigten einzuschätzen. Mit den Ergebnissenhat sich auch die zuständige Fachkommission der Bundesapothekerkammer auseinandergesetzt.