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32. Jahrgang Heft 5 Mai 2011

Editorial
Prof. Dr. Irene Krämer, Mainz


Interview - Der Herausgeber interviewt








Krankenhauspharmazie in der DDR
Werner Fürtig, Rostock


Die „Krankenhauspharmazie“
Peter Frank, München


Hubert Schneemann, Essen

Die Zeitschriftenjahrgänge 1996 bis 2007 der Krankenhauspharmazie wurden berufspolitisch durch zwei wesentliche Themen besonders geprägt: Die Änderung des § 14 Apothekengesetz und die Umstellung auf die durch das DRG-Abrechnungssystem angestoßenen Veränderungen.



Susanne Heinzl, Reutlingen
Ereignisse und Erlebnisse in 28 Jahren als Chefredakteurin

Schon seit 1927 hatten die deutschen Anstalts- und Krankenhausapotheker ein eigenes Publikationsorgan. Mir war es vergönnt, 1979 bei der Umstellung der DAZ-Beilage „Die Krankenhaus-Apotheke“ in die „Krankenhauspharmazie“ mitzuwirken und dabei zu helfen, diese in eine eigenständige Fachzeitschrift umzuwandeln, die heute als eines der wenigen deutschsprachigen pharmazeutisch-wissenschaftlichen Publikationsorgane weithin anerkannt ist. 28 Jahre durfte ich die Krankenhauspharmazie als Chefredakteurin begleiten. Die überwiegend sehr gute Zusammenarbeit mit „meinen“ Herausgebern, „meinen“ Präsident(inn)en und „meinen“ Autor(inn)en war spannend und abwechslungsreich.



Meilensteine
Stephan Baum, München

Das Gebäudekonglomerat des Klinikums rechts der Isar enthält einige denkmalgeschützte Gebäude, trotzdem sind viele Besucher, Patienten und auch Kollegen überrascht, wenn sie hören, dass das Krankenhaus seit 177 Jahren in Betrieb und die darin befindliche Apotheke schon 155 Jahre alt ist. Viele erhaltene Originaldokumente erlauben einen interessanten Einblick in die wechselvolle Geschichte.



Günther Haas, Koblenz

Im Jahre 1806 endete das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“, Napoleon beherrschte große Teile Europas und war auf dem Höhepunkt seiner Macht. Es beginnt die Geschichte des modernen Deutschlands und im Bürgerhospital die Geschichte der Krankenhauspharmazie in Koblenz.



Maria Schiefer, Leipzig

Das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig wurde im Jahr 1931 gegründet. Es gehört zum Katholischen Kirchenlehen St. Trinitatis und wurde bis Anfang der 70er Jahre von Schwestern des Ordens der heiligen Elisabeth betrieben. In den ersten Jahren gehörte zum Krankenhaus keine eigene Apotheke, sondern eine Arzneimittelausgabestelle, die eine Außenstelle der Galenus-Apotheke in Leipzig war und von zwei Ordensschwestern betreut wurde. Am 23. Dezember 1961 war es dann endlich so weit: Die Betriebserlaubnis für eine eigene Apotheke wurde erteilt. Der Start hing am seidenen Faden, denn wegen Lieferschwierigkeiten konnte die Inneneinrichtung nicht vollständig beschafft werden. Trotzdem wurde die Apotheke im derzeitigen Zustand als betriebsfähig angesehen und konnte ihre Arbeit aufnehmen. Apothekerin Eva-Maria Mayer wurde angestellt und leitete die Apotheke bis 1983.



Neue Horizonte
Michael Baehr, Hamburg

Die ADKA blickt in diesem Jahr auf eine einhundertjährige Vergangenheit zurück. Der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn und der technische Fortschritt in diesen 100 Jahren sind unvorstellbar groß. 1911 hielten Apotheker mit der Arsenverbindung Salvarsan das erste Chemotherapeutikum gegen Syphilis in Händen, 17 Jahre später wurde das Penicillin entdeckt, und heute verfügt man über ein breites Spektrum hochwirksamer Substanzen. Die heutigen Möglichkeiten moderner Datenverarbeitung und Telekommunikation tragen außerdem zu einer sicheren Patientenversorgung bei.



Torsten Hoppe-Tichy, Heidelberg
Profilierungschance für Krankenhausapotheker

Pharmakovigilanz und Arzneimitteltherapiesicherheit wurden in der Vergangenheit als getrennte Problematiken eingeordnet. Wird sich das zukünftig ändern? Pharmakovigilanz steht für Produktsicherheit und wird durch die Qualität des Arzneimittels, also durch die Arzneimittelsicherheit vorgegeben. Bei der Arzneimitteltherapiesicherheit handelt es sich um die Prozesssicherheit bei der Anwendung von Arzneimitteln von der Logistik über die Verordnung bis hin zur Handhabung und Applikation. Fehler oder Risiken im Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit sind meist unter der Überschrift „Medikationsfehler“ aufzuführen. Seit Jahren wird kontinuierlich an einer Verbesserung der Produktsicherheit gearbeitet, und im Arzneimittelgesetz ist von den Regelungen zu klinischen Studien bis zu den Vorgaben für eine sichere und gute Herstellung von Arzneimitteln der gesamte Prozess vor der eigentlichen Anwendung des Arzneimittels festgeschrieben. Letztendlich muss realisiert werden, dass eine Abgrenzung zwischen Pharmakovigilanz und Arzneimitteltherapiesicherheit nicht immer eindeutig möglich ist.



Ralph Heimke-Brinck, Erlangen

Die Eigenherstellung ist eine unverzichtbare Dienstleistung der Krankenhausapotheke zur Sicherstellung einer optimalen Therapie der Patienten, erhöht die Patienten- und Anwendersicherheit und steigert die Kosteneffizienz beim Arzneimittelverbrauch im Krankenhaus. Dies ist eigentlich nichts Neues! Unter genau diesen Vorgaben sind im ausgehenden 19. Jahrhundert die ersten Krankenhausapotheken gegründet worden. War jedoch zu Beginn die Bereitstellung und Herstellung der Arzneimittel das Hauptgeschäft des Apothekers, hat sich dies im Zeitalter der Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der ersten industriellen Pharmaunternehmen zunehmend zugunsten neuer klinisch-pharmazeutischer Dienstleistungen geändert.



Claudia Mildner, Mainz

Wird ein gesetzlich versicherter Patient aus dem Krankenhaus entlassen, darf der Krankenhausarzt ihm kein Rezept für seine weiterhin einzunehmenden Arzneimittel ausstellen. Ist der weiterbehandelnde Arzt im ambulanten Bereich nicht unmittelbar zu erreichen, kann es zur Entstehung gefährlicher Medikationslücken kommen. Zudem erfolgt die Weitergabe von Informationen über die einzunehmenden Arzneimittel an der Schnittstelle zwischen stationärem und ambulantem Bereich häufig nur unzureichend. Die Ergebnisse eines Projekts zur sektorenübergreifenden pharmazeutischen Betreuung zeigen, dass die Mitgabe der Entlassmedikation sinnvoll ist und die Aufklärung des Patienten zu seiner Arzneimitteltherapie durch einen Krankenhausapotheker einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit leisten kann. Um diesen Service flächendeckend anbieten zu können, müssen zusätzliche Apothekerstellen geschaffen werden.



Sanjiv Sarin, Andernach

Unbestritten gibt es eine deutliche demografische Veränderung in der Bevölkerung aller Länder dieser Erde, die Steigerung der Anzahl der Bewohner über 65 Jahre ist unübersehbar. Insbesondere die stark steigende Zahl der Menschen über 80 oder sogar 90 Jahre (Abb. 1) wird die Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Darüber wurde und wird zurzeit sehr viel geschrieben. Weniger kommuniziert wird, dass die ältere Generation der Gesellschaft viele wertvolle Beiträge zur Lebensgestaltung anbieten kann.



Gesine Picksak, Maximilian Weber, Rita Schulz und Heike Alz, Hannover
Konzepte – Anforderungen – Nutzen

Die elektronische Patientenakte (EPA) ist ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Patientensicherheit. Sie stellt Funktionen zur elektronischen Verwaltung aller den Krankheits- und Behandlungsprozess eines Patienten betreffenden Daten – dazu gehören Befunde, Diagnosen, Pharmakotherapie, Behandlungsverlauf und -ergebnisse sowie zugehörige Korrespondenzen – und damit wesentliche Werkzeuge zur Prozessoptimierung im Krankenhaus zur Verfügung. Dazu werden die Informationen im jeweils geeigneten Format als Text, Grafik oder Ton für die problem-, fall- oder prozessorientierte Dokumentation zusammengefasst und den im Krankenhaus am Behandlungsprozess Beteiligten (Arzt, Pflege, Apotheker usw.) zur Verfügung gestellt.



Otto Frey, Heidenheim, und Jürgen Sawazki, Viersen

Das therapeutische Drug-Monitoring (TDM) beinhaltet die Messung von Serumkonzentrationen ausgewählter Arzneistoffe und die Interpretation dieser Messergebnisse zur Optimierung der Arzneimitteltherapie individueller Patienten. Arzneistoffe mit einer geringen therapeutischen Breite müssen anhand klinischer Symptome oder zuverlässiger Parameter sorgfältig überwacht werden. Gibt es keine spezifischen Parameter für den Therapieerfolg, kann die Arzneistoffkonzentration im Blut ein wichtiger Baustein in der Kontrolle und Optimierung der Therapie sein. Der reine Messwert gewinnt aber erst seine Bedeutung, wenn er mit patientenindividuellen Parametern in einen Zusammenhang gestellt wird. Der Ablauf des therapeutischen Drug-Monitorings ist komplex und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen geprägt. Der Krankenhausapotheker ist dabei an zentraler Stelle sowohl für den Arzt als auch den Patienten ein kompetenter Ansprechpartner und wird in diesem Bereich zukünftig auch eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.



Karin Bohling, Rostock

Krankenhausapotheker müssen immer wieder erleben, wie neue gesetzliche Maßnahmen die Prozesse in den Kliniken verändern. Es sind diejenigen, die flexibel auf die politischen Vorgaben reagieren, die aufmerken, wenn etwas nicht bedacht wurde, etwas nicht angemessen scheint oder unlogisch ist. Alles im Auftrag der Klinik, immer im Sinne einer optimalen Patientenversorgung bei knappen Ressourcen. Sie sind ständig auf der Suche nach Lösungen, Ideen und Umsetzungen, was ihren Berufsstand auszeichnet.



Kongress
Abstracts der Kurzvorträge beim XXXVI. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA vom 12. bis 15. Mai 2011

Die Abstracts der Kurzvorträge sind alphabetisch nach Autornamen (Erstautor) sortiert.



Abstracts der Poster beim XXXVI. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA vom 12. bis 15. Mai 2011

Die Abstracts der Poster sind alphabetisch nach Autornamen (Erstautor) sortiert.