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32. Jahrgang Heft 6 Juni 2011

ADKA-Statement
Für den Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. Prof. Dr. Irene Krämer, Präsidentin
ADKA-Statement anlässlich des Eckpunktepapiers des Bundesministeriums für Gesundheit zur Überarbeitung der Apothekenbetriebsordnung vom 12. April 2011


Kongressbericht
Tanja Liebing, Stuttgart
Berlin, 14. Mai 2011

Im Rahmen des 36. Kongresses und 100-jährigen Jubiläums des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. fand am 14. Mai 2011 in Berlin die ADKA-Mitgliederversammlung statt, über die im Folgenden berichtet wird. Der Bericht zu den Plenarvorträgen und Preisverleihungen folgt in der Juli-Ausgabe der Krankenhauspharmazie.



Übersichten
Stefanie Litterst, Offenburg, Rainer Trittler und Egid Strehl, Freiburg
Erfassung und analytische Bewertung

Um die für die Arzneimittelsicherheit notwendige pharmazeutische Qualität zu gewährleisten, sind Angaben zur Kompatibilität von Arzneimitteln unerlässlich. Im Rahmen einer Diplomarbeit im Universitätsklinikum Freiburg wurde eine Inkompatibilitätstabelle erstellt. Grundlage für die Tabelle war die Evaluierung von 213 Verordnungen mit 50 Arzneistoffen und Trägerlösungen bei 17 Patienten. Wichtigste Quellen für die Literaturrecherche zum Auffinden von Hinweisen zu Inkompatibilitäten waren das „Handbook on Injectable Drugs“ und die „Stabilis-Datenbank“ sowie Fachinformationen der Hersteller. Zur Analyse einiger (In-)Kompatibilitäten wurden in der Krankenhausapotheke verschiedene HPLC-Methoden entwickelt. Die Tabelle zeigt jedoch, dass es sehr viele Kombinationen gibt, zu denen keinerlei Kompatibilitätsinformationen vorliegen. Die Apotheke mit ihren analytischen Methoden kann als Partner der Intensivstationen dafür sorgen, die Datenlage zu verbessern, und damit einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Pharmakotherapie leisten.

Schlüsselwörter: Inkompatibilität, Inkompatibilitätstabelle, Parenteralia, Arzneimittelsicherheit, HPLC-Analytik

Survey and analytical evaluation of incompatibilities occuring under administration of parenteral drugs

In a shared project of the pharmacy and several intensive care units of the university hospital in Freiburg, Germany, medications were investigated with regard to the prevalence of incompatibilities occurring under administration of parenteral drugs. As intensive care units mostly use central venous catheters with several entries, the incidence of such incompatibility reactions can be avoided in theory. In practice this is hard to realize, because a maximum of applications is accompanied by a minimum of intravenous lines. During an evaluation, a total of 213 medications with 50 drugs belonging to 17 patients have been included and analyzed. Based on a literature research in the Handbook on Injectable Drugs, the Stabilis database (www.stabilis.org) and the SPCs (summary of product characteristics) a table of incompatibilities has been created. In addition, different HPLC-methods have been developed to further analyze the (in-)compatibility of drug combinations that are included in the table mentioned before. Thereby we could on the one hand refute some data gained from the literature research and on the other hand generate completely new incompatibility data. The results from this project show that the hospital pharmacy with its analytical methods plays an important role in improving the knowledge of drug incompatibilities and therefore helps to contribute to a successful pharmacotherapy.

Key words: Incompatibility, incompatibility table, parenteral drugs, drug safety, HPLC analysis

Krankenhauspharmazie 2011;32:345–51.



Mathias Nietzke, Dortmund, Chris Kloske, Schwalmstadt, Annette Freidank, Fulda, Ulrich Sommer, Dortmund, und Roland Radziwill, Fulda

Zur Versorgung onkologischer Patienten kann die Krankenhausapotheke weit mehr beitragen, als ordnungsgemäß Zytostatika zu liefern. Der Beitrag schildert am Beispiel der Apotheken im St.-Johannes-Hospital in Dortmund und im Klinikum Fulda, mit welchen Strategien und konkreten Maßnahmen der Krankenhausapotheker trotz Personalknappheit und begrenzter finanzieller Ressourcen zu einem unverzichtbaren Mitglied des Behandlungsteams werden kann.

Schlüsselwörter: Arzneimitteltherapiesicherheit, elektronische Verordnung, Patienteninformation, Plausibilitätsprüfung, Supportivstandards, Tumorkonferenz

Strategies for a optimised medical treatment for oncological patients

The hospital pharmacy can help to optimize medical treatment for oncological patients not only by providing them with cytostatic drugs. In this article it is described exemplarily for the hospital pharmacy of the St.-Johannes-Hospital in Dortmund, and for the hospital in Fulda, both Germany, by which strategies and measures a hospital pharmacist can become an essential member of the therapeutic team despite shortage of manpower und limited financial resources.

Key words: Medication safety, physician order entry, patient information, plausibility check, tumour conference

Krankenhauspharmazie 2011;32:352–7.



Bericht
Anette Prüßner, Fulda
11. Workshop für Krankenhausapotheker, Nettetal, 27. bis 29. Oktober 2010

Zum elften Mal trafen sich Krankenhausapotheker aus ganz Deutschland zum Workshop „Klinische Pharmazie in Holland“. Dr. Viktoria Mönch, München, und Dr. Johannes W. Harting, Krankenhausapotheker aus den Niederlanden, stellten mit der organisatorischen und finanziellen Unterstützung von Daniel Schick, Janssen-Cilag, ein interessantes und vielfältiges Programm zusammen. Bei der Besichtigung zweier Krankenhausapotheken in Heerlen und Sittard gab es die Gelegenheit zum Austausch mit den europäischen Kollegen. Für die deutschen Teilnehmer bildete die Präsentation eigener Projekte einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung.

Krankenhauspharmazie 2011;32:358–64.



Serie
AG Arzneimitteltherapiesicherheit
Anwendungshinweise bei der Verabreichung von Medikamenten

Ein Patient erhält kommentarlos eine farblose viskose Masse in einem Plastiktrinkbecher, nachdem er auf einen schweren Bluterguss am Arm nach Blutentnahme hingewiesen hatte. Da er nicht wusste, ob er diese nun trinken oder löffeln sollte, fragte er noch einmal bei der Pflegekraft nach. Diese erschrak und erklärte, dass es sich um Heparin-Gel zum Einreiben handele.



Aktuelles aus der Rezeptur
Dr. Sebastian Herbig, Essen
Mit Polyhexanid konserviert; modifiziert nach NRF-Rezepturhinweis

Um das hohe allergene Potenzial des im NRF beschriebenen Morphin-Gels 0,1 % zu reduzieren, wurde die Rezeptur modifiziert und ein Konservierungsmittel mit geringem allergenen Potenzial verwendet. Der vorliegende Beitrag ergänzt den in der Dezember-Ausgabe 2010 der Krankenhauspharmazie erschienenen Artikel „Herstellung von Morphin-Gel“ [1].



Lesermeinungen
Dr. Ulrich Vorderwülbecke


ADKA intern
Prof. Dr. Egid Strehl, Freiburg

Die Frühjahrssitzung 2011 von Vorstand und Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. sowie die Zielvereinbarungsgespräche mit den ADKA-Ausschüssen fanden am 17. und 18. März 2011 in Fulda statt. Es galt, eine Tagesordnung von 24 Besprechungspunkten abzuarbeiten.



Referiert & kommentiert
Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen
Immunsuppression nach Nierentransplantation

Der frühe Verzicht auf Calcineurin-Inhibitoren durch Einsatz einer Everolimus-basierten Immunsuppression bessert bei Patienten zwölf Monate nach Nierentransplantation die renale Funktion.



Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen
Verzögerung der Mikroalbuminurie bei Diabetikern

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und gut eingestelltem Blutdruck verzögert eine prophylaktische Therapie mit dem Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten Olmesartan das Auftreten einer Mikroalbuminurie. Diskussionen unter Experten löste der Befund einer höheren kardiovaskulären Letalität von Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankungen bei Behandlung mit Olmesartan aus. Hier sind weitere Untersuchungen zur Klärung des Zusammenhangs erforderlich.



Notizen
Bettina Christine Martini, Legau