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33. Jahrgang Heft 5 Mai 2012

Editorial
Prof. Dr. Irene Krämer, Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V.


Der Herausgeber interviewt
Prof. Dr. Egid Strehl, Freiburg

Herr Professor Schwerdtfeger, vor Ihrer Ernennung zum Präsidenten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) leiteten Sie unter anderem die Unterabteilung Arzneimittel und Apotheken im Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Bei der ADKA-Fachtagung 2005 in Mannheim übermittelten Sie die Grüße des BMG und sagten bei dieser Gelegenheit, dass Sie sich den Klinikapotheker als Pharmakovigilanzbeauftragten seines Krankenhauses gut vorstellen könnten. Wir freuten uns damals bereits über Ihre Aufgeschlossenheit gegenüber unserer Berufsgruppe und sind Ihnen heute besonders dankbar dafür, dass Sie uns – selbst angesichts der immensen Verpflichtungen in Ihrer heutigen herausragenden Position – nun für einige Fragen so bereitwillig Rede und Antwort stehen.



Übersichten
Florian Scheer, Mainz, Dr. Gesine Picksak, Hannover, und Dr. Hanna Seidling, Heidelberg
Optimierte Arbeitsabläufe und mehr Sicherheit für die Patienten

Die elektronische Patientenakte ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Patienten zu erhöhen. Mit ihr ist es nicht nur möglich, alle Daten, welche die Krankheit und Behandlung eines Patienten betreffen, elektronisch zu verwalten. Die Informationen können auch in verschiedenen Darstellungen und im jeweils geeigneten Format für die problem-, fall- oder prozessorientierte Dokumentation zusammengefasst und allen Berufsgruppen, die am Behandlungsprozess beteiligt sind, ortsunabhängig verfügbar gemacht werden. Die elektronische Patientenakte ist damit auch ein wichtiges Werkzeug, um Prozesse im Krankenhaus und während der weiteren Behandlung des Patienten im niedergelassenen Bereich zu optimieren.

Schlüsselwörter: elektronische Patientenakte, PDMS, Krankenhausinformationssystem

Implementation of electronic patient records in German hospitals

Electronic patient records are an important step to improve patient safety. An electronic patient record allows for electronically managing disease and treatment related information including diagnostic findings, diagnoses, pharmacotherapy, progress and results of treatment as well as corresponding notes and is therefore a substantial tool in order to optimise processes within the hospital as well as in the ambulatory health care sector. Information can be gathered in different formats (text, graphics, images, and sound) according to a problem-, case-, or process-based documentation and displayed to all persons involved in the treatment process (physicians, nurses, and pharmacists).

Key words: Electronic patient record, PDMS, hospital information system.

Krankenhauspharmazie 2012;33:195–203.



Dorit Stange, Levente Kriston, Michael Baehr und Dorothee C. Dartsch, Hamburg
Eine Pilottestung zur standardisierten Bestimmung der Komplexität von Arzneimittelregimen in deutschsprachigen Ländern

Die Komplexität von Arzneimitteltherapien hängt von verschiedenen Parametern ab. Wichtige Faktoren sind beispielsweise die Anzahl der einzunehmenden oder anzuwendenden Medikamente pro Tag, der Einnahmezeitpunkte und der Medikamente je Einnahmezeitpunkt sowie bei der Einnahme zu befolgende spezielle Anweisungen. Aber auch die Art der Applikation spielt eine wichtige Rolle. Um die Komplexität verschiedener Arzneimitteltherapien erfassen und miteinander vergleichen zu können, wurde der „Medication Regimen Complexity Index“ (MRCI) entwickelt. Für die Nutzung im deutschsprachigen Raum wurde eine deutsche Version (MRCI-D) erstellt und evaluiert [1]. Im Folgenden wird der MRCI-D vorgestellt, und es werden praktische Hinweise zum Gebrauch dieses Instruments gegeben.

Schlüsselwörter: Komplexität, Arzneimitteltherapie, Medication Regimen Complexity Index, MRCI, MRCI-D, Compliance, Adhärenz

The German version of the Medication Regimen Index

The complexity of drug therapies depends on several factors such as the total number of medications to be taken, the number of units to be taken per dosage, the administration frequency, the route of administration and specific instructions concerning drug use. The Medication Regimen Complexity Index (MRCI) is a validated instrument in English language to measure and compare the complexity of different drug therapies. In order to be able to use it in German practice and research under validated conditions a German version was developed and evaluated [1] and is presented here with some basic information for its use.

Key words: Complexity, drug therapy, medication regimen index, MRCI, MRCI-D, patient compliance.

Krankenhauspharmazie 2012;33:204–9.



Kommunizieren & organisieren
Elke Engels, Bad Vilbel, Apothekerin und Business Coach

Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst und andere zu motivieren. Ein hoch motiviertes Team hat Spaß bei der Arbeit, ist erfolgreich und erreicht seine Ziele. Aber wie schafft man es, sich selbst und andere für die Arbeit zu begeistern?



ADKA intern
Prof. Dr. Egid Strehl, Freiburg

Die Frühjahrssitzung 2012 von Vorstand und Präsidium des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. fand vom 15. bis 16. März 2012 in Berlin statt. 18 Punkte standen auf der Tagesordnung.



Dr. Dirk Keiner, Suhl

24. und 25. Februar 2012 in Jena



Referiert & kommentiert: Therapiehinweise
Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen
Coffein-Gabe bei Apnoe – Ergebnisse nach fünf Jahren

Die Apnoebehandlung von Frühgeborenen mit Coffein führt zwar nach fünf Jahren im Vergleich zu Plazebo nicht zu einer signifikant erhöhten Rate von Kindern ohne Beeinträchtigungen, motorische Funktionen waren jedoch noch nach fünf Jahren besser als nach 18 Monaten.



Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen
Erhöhtes Risiko der pulmonalen Hypertonie beim Neugeborenen?

Das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN) ist niedrig. Nimmt die Mutter in der späten Schwangerschaft Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ein, wird es etwa verdoppelt. Deshalb wird eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung zwischen der Depressionsbehandlung der Mutter und dem PPHN-Risiko beim Kind empfohlen.



Referiert & kommentiert: Kongresse, Symposien, Konferenzen
Simone Reisdorf, Erfurt
Linezolid klinisch und mikrobiologisch erfolgreicher als Vancomycin

Bei Patienten mit nosokomialer Pneumonie und Verdacht auf MRSA-Infektion muss rasch und zielsicher über die initiale antibiotische Therapie entschieden werden. In der ZEPHyR-Studie hat sich das Oxazolidinon Linezolid dem Glykopeptid-Antibiotikum Vancomycin, das bisher weitgehend als Goldstandard in dieser Indikation galt, signifikant überlegen gezeigt. Die Ergebnisse der Studie wurden bei einer von Pfizer veranstalteten Pressekonferenz im Februar 2012 in Berlin vorgestellt.



Dr. med. Peter Stiefelhagen, Hachenburg
Europäische Leitlinie für den Einsatz von Thrombozytenfunktionshemmern

Das akute Koronarsyndrom ist ein Krankheitsbild mit ernster Prognose. Es erfordert immer eine sofortige duale Thrombozytenfunktionshemmung, das bedeutet die Kombination von Acetylsalicylsäure mit einem P2Y12-Rezeptorantagonisten, wobei heute Clopidogrel, Prasugrel und Ticagrelor zur Verfügung stehen. Die aktualisierte Leitlinie zum Einsatz dieser Wirkstoffe wurde im Rahmen eines von den Firmen Daiichi Sankyo und Lilly anlässlich des europäischen Kardiologenkongresses 2011 in Paris veranstalteten Pressegesprächs vorgestellt und diskutiert.



Notizen
Bettina Christine Martini, Legau


Kongress
Abstracts der Kurzvorträge beim XXXVII. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA vom 10. bis 13. Mai 2012

Die Abstracts der Kurzvorträge sind alphabetisch nach Autornamen (Erstautor) sortiert.



Abstracts der Poster beim XXXVII. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA vom 10. bis 13. Mai 2012

Die Abstracts der Poster sind alphabetisch nach Autornamen (Erstautor) sortiert.