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34. Jahrgang Heft 10 Oktober 2013

Übersicht
Helmut Beuster, Lübeck, und Sebastian Herbig, Essen

Beschrieben wird die Entwicklung der Versorgungsanlagen für medizinische Gase speziell im Hinblick auf medizinische Druckluft. Einen Schwerpunkt bildet die Aufbereitungstechnik, mit der aus komprimierter Druckluft das Arzneimittel „Luft zur medizinischen Anwendung“ erzeugt wird. Weiterhin werden die Konsequenzen aus der Arzneibuchmonographie „Luft zur medizinischen Anwendung“ für den Krankenhausapotheker und die Methoden zur Überprüfung der Reinheit der medizinischen Druckluft dargestellt.

Production and security of quality of medical air in hospitals

The article describes the development of medical gas pipeline systems with regard to medical air. A priority is set to the process producing the drug “Medicinal Air” from compressed air. Furthermore, it describes the consequences for the pharmacist regarding the pharmacopoeia for medical air and the methods how to check and test the purity of medical air.

Key words: Medical gas supply system, medical air, medical air conditioning systems, quality control of medical air

Krankenhauspharmazie 2013;34:463–8.



Originalarbeit
Stephan Baum und Eva Maria Müller, München
Ein Service für Ärzte und Pflegekräfte

Für einen großen Teil der in einer Krankenhausapotheke hergestellten Arzneimittel ist nach arzneimittelrechtlichen Regelungen keine Packungsbeilage erforderlich. Das Klinikum rechts der Isar hat sich jedoch dazu entschlossen, im Interesse der Arzneimittelsicherheit jedem Fertigarzneimittel, also auch Defektur-Arzneimitteln, eine Gebrauchsinformation beizulegen, damit wichtige Fragen gleich auf der Station geklärt werden können. In einem umfangreichen Projekt wurden standardisierte hausinterne Packungsbeilagen für die Produkte aus der Herstellung in der Krankenhausapotheke entwickelt.

Schlüsselwörter: Defektur, Gebrauchsinformation, Arzneimittelsicherheit, Packungsbeilage, Krankenhausapotheke

Package inserts for drugs produced by a hospital pharmacy

For most of the drugs produced by a hospital pharmacy a package insert is not necessary according to regulatory requirements. Nevertheless, the clinic “Klinikum rechts der Isar” decided to provide package inserts for these products due to safety reasons. That way urgent issues can be addressed directly to the ward. A comprehensive project established standardized internal package inserts for the drugs produced by the hospital pharmacy.

Key words: small industrial scale, package insert, (patient) information leaflet, drug safety, hospital pharmacy

Krankenhauspharmazie 2013;34:469–73.



Kongressbericht
Andrea Hemmer, Ludwigshafen
Workshop im Rahmen des 38. Wissenschaftlichen Kongresses des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V., Mai 2013

Mitglieder des Ausschusses für Arzneimittelinformation warben im Dresdner Workshop mit dem Motto „schnell, präzise und effektiv“ für einen guten Arzneimittelinformationsservice der Krankenhausapotheke. Eine strukturierte Vorgehensweise vom Erfassen der Frage über die Recherche bis hin zur Antwortformulierung und Dokumentation spart sowohl Arbeit als auch Zeit und gewährleistet eine hohe, gleichbleibende Qualität. Die Arzneimittelinformation sollte entsprechend der Fragestellung mit einer klinisch-pharmazeutischen Bewertung der Rechercheergebnisse und einem Fazit abschließen.

Krankenhauspharmazie 2013;34:474–7.



Bericht
Wiltrud Probst, Heidenheim
Klinikinterne Fortbildung im Sinne von Antibiotic Stewardship

Aus-, Fort- und Weiterbildung sind wesentliche Elemente bei der Umsetzung einer rationalen Antibiotika-Verordnung im klinischen Alltag [1–3]. Auch die Deutsche Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART) betont dies als Teilziel in ihrem Strategiepapier von 2008 [4]. Der Druck anlässlich zunehmender Antibiotika-Resistenzentwicklungen und der nicht absehbare Mangel innovativer Wirkstoffe machen die Sicherung einer adäquaten Antibiotikatherapie zu einer wachsenden Herausforderung außerhalb und innerhalb der Klinik. Internationale Untersuchungen zeigen, dass bis zu 50 % der durchgeführten Antibiotika-Therapien inadäquat sind, beispielsweise durch ungeeignete Dosierungen oder Therapiedauern [4]. Nicht zuletzt die Änderung des Infektionsschutzgesetzes zwingt die Kliniken, systematisch aktiv zu werden und neue Strukturen zu etablieren, um den Einsatz der aktuell verfügbaren Antibiotika zu optimieren. Ziel dieser Arbeit ist es, über die Entwicklung einer klinikinternen Fortbildungsreihe als eine konkrete Maßnahme rationaler Antibiotika-Strategien (Antibiotic Stewardship/ABS) zu berichten.



Ausschreibung
Prof. Dr. Roland Radziwill, Apotheke und Patienten-Beratungs-Zentrum, Klinikum Fulda gAG
Innovationspreis 2014 im Bereich klinische Pharmazie

Gestiftet von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Zum 12. Mal wird der Innovationspreis von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH gestiftet. Mit diesem Preis soll ein innovatives Projekt der Krankenhauspharmazie gewürdigt werden. Der Innovationspreis ist mit 7500 Euro dotiert. Die Satzung finden Sie hier.



Serie
Ausschuss für Arzneimitteltherapiesicherheit
Wie viele Variablen braucht eine sichere Dokumentation?

In einer Apotheke werden zur Produktion individueller Ernährungslösungen zwei unterschiedlich konzentrierte Lösungen eines Herstellers eingesetzt. Durch einen Zufall tragen beide Präparate die gleiche Chargennummer. Es kommt zur Verwechslung und für die Produktion wird nur eine Lösung verwendet.



Referiert & kommentiert: Aus der internationalen Literatur
Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Soll die enterale Ernährung früh oder verzögert begonnen werden?

Die frühe enterale Ernährung von Intensivpatienten über eine Magen- oder Duodenalsonde reduziert das Infektionsrisiko und verkürzt den Aufenthalt auf der Intensivstation. Ob dies auch für schwer kranke Patienten gilt, ist bisher nicht geklärt.

Mit einem Kommentar von Prof. Dr. med. Matthias Trautmann, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene, Klinikum Stuttgart



Elisabeth Höppe, München
Wie können Bergsteiger sich schützen?

Bergsteiger, die schnell auf Höhen über 2500 m aufsteigen, sind gefährdet, höhenkrank zu werden. Ist es möglich, eine Anfälligkeit vorherzusagen? Gibt es präventive Maßnahmen, um die Erkrankung zu verhindern? Ein im New England Journal of Medicine veröffentlichter Artikel über akute Höhenkrankheiten geht diesen Fragen auf den Grund.



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Sinnvolle Therapieoption oder unnötige Belastung am Lebensende?

Patienten mit fortgeschrittenen Karzinomen sind am Lebensende besonders infektionsgefährdet. Die Frage, ob eine Infektion noch antibiotisch behandelt werden soll, wird kontrovers beurteilt. Eine Umfrage unter deutschen Palliativmedizinern erbrachte den Hinweis, dass in dieser Situation Teamentscheidungen hilfreich sind.

Mit einem Kommentar von Prof. Dr. med. Matthias Trautmann, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene, Klinikum Stuttgart



Hardy-Thorsten Panknin, Berlin
Reduktion der Infektionsrate durch ein Bündel von Präventionsmaßnahmen

Zur Prävention nosokomialer Infektionen auf der Intensivstation werden zunehmend sogenannte „Maßnahmenbündel“ eingesetzt. Darunter wird die gleichzeitige Implementierung verschiedener krankenhaushygienischer und pharmakologischer Interventionen verstanden.

 Mit einem Kommentar von Prof. Dr. med. Matthias Trautmann, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene, Klinikum Stuttgart



Referiert & kommentiert: Kongresse, Symposien, Konferenzen
Dr. Petra Jungmayr, Esslingen
Neues zur Supportivtherapie

In einer von der Deutschen Krebsgesellschaft organisierten Veranstaltung, Best of ASCO® Germany, die im Juli 2013 in Köln stattfand, wurden einige Beiträge des diesjährigen Kongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) zur Supportivtherapie vorgestellt.



Notizen
Bettina Christine Martini, Legau