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36. Jahrgang Heft 7 Juli 2015

Kongress
Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart
40. Wissenschaftlicher Kongress des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V.

Unter dem Motto „Rationale Antibiotikatherapie und Antibiotic Stewardship – Pflicht und Kür für die Krankenhausapotheke“ fand vom 28. bis 30. Mai in Mannheim der 40. Wissenschaftliche Kongress der ADKA statt. Das bereits im letzten Jahr formulierte Thema erwies sich als unerwartet tagesaktuell, denn das Bundeskabinett hatte nur zwei Wochen zuvor die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie verabschiedet, und für das G7-Treffen Anfang Juni standen Antibiotika-Resistenzen ebenfalls auf der Agenda. Diese Resistenzen zu vermeiden ist ja ein wesentliches Ziel der rationalen Antibiotikatherapie. Bei dem Kongress trafen über 900 Teilnehmer aus Krankenhausapotheken, pharmazeutischer Industrie und von Apothekendienstleistern zum Austausch zusammen. Vorträge, eine Podiumsdiskussion, Seminare und Workshops, 62 Poster, zahlreiche Satellitensymposien und die Industrieausstellung boten Informationen zum Titelthema des Kongresses und zu weiteren aktuellen Entwicklungen in der Krankenhauspharmazie. Die Mitgliederversammlung fand gemäß dem neuen Kongressprogramm-Konzept erstmals schon am Freitagnachmittag statt. Ein Höhepunkt war die Verleihung der ADKA-Ehrennadel an Prof. Dr. Frank Dörje, Erlangen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:351–4.



Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Bei der Eröffnungsveranstaltung zum ADKA-Kongress 2015 und im Rahmen der Mitgliederversammlung werden traditionell herausragende Projekte und Publikationen aus Krankenhausapotheken bzw. von Krankenhausapothekern ausgezeichnet. Die Themen der in diesem Jahr ausgezeichneten Arbeiten spiegeln zahlreiche Facetten der Tätigkeit von Krankenhausapothekern wider: Elektronische Arzneimittelversorgung, Unit-Dose, Mitwirkung bei der Implementierung von Therapieleitlinien, pharmazeutische Betreuung, Arzneimittelanalytik zum Zweck pharmakokinetischer Betrachtungen und Arzneimittelherstellung seien als Stichworte genannt.

Krankenhauspharmazie 2015;36:355–8.



Solvejg Langer, Stuttgart

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Etablierung des Antibiotic Stewardship (ABS) sind das Vorhandensein von ausreichend Personal und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte. Darüber war man sich beim 40. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA in Mannheim einig.

Krankenhauspharmazie 2015;36:359–60.



Solvejg Langer, Stuttgart

Über die wichtigsten Veröffentlichungen 2015 zu den Themen innere Medizin, Infektiologie und Onkologie berichteten Dr. Martin Hug, Dr. Matthias Fellhauer und Prof. Hans-Peter Lipp beim 40. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA in Mannheim. Die drei Redner hatten dafür die wichtigsten Neuheiten für die Therapie und Skurriles aus der Welt der Wissenschaft zusammengetragen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:361–2.



Gesine Picksak, Hannover

Im Rahmen des 40. Wissenschaftlichen Kongresses des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. 2015 in Mannheim stellten die Referentinnen Christina König, Hamburg, und Anka Röhr, Heidenheim, Ansätze zum therapeutischen Drug-Monitoring (TDM) von Antiinfektiva gemäß dem Kongress-Motto unter Berücksichtigung der „Pflicht und Kür“ vor.

Krankenhauspharmazie 2015;36:363–4.



Julia Franke, Dresden

In einem Workshop beim 40. Wissenschaftliche Kongress der ADKA in Mannheim gab es zahlreiche Hinweise auf die Planung und Etablierung eines ABS-Systems. Zum einen sollte der Aufbau auf bereits vorhandenen Strukturen erfolgen, zum anderen sollten neue ABS-Studien durchgeführt werden.

Krankenhauspharmazie 2015;36:365–6.



Ursula Kovács, Friedrichshafen

Im Workshop „ABS for Beginners“ beim diesjährigen Wissenschaftlichen Kongress der ADKA in Mannheim wurden Grundlagen des Antibiotic Stewardship (ABS) vermittelt. Gesetzliche Hintergründe, Strategien zur Steuerung des Antiinvektiva-Einsatzes sowie Möglichkeiten zur Etablierung des ABS im eigenen Haus wurden vorgestellt.

Krankenhauspharmazie 2015;36:366–7.



Tobias Borst, Heidelberg

Surveillance, im Rahmen eines Antibiotic Stewardship war an den Tagen des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der ADKA ein oft genannter Begriff. Worum es dabei genau geht, was wir überhaupt überwachen wollen und wie wir es konkret umsetzen – diesen Fragen ging das Seminar von Frau Dr. Wiltrud Probst von der Apotheke des Klinikums Heidenheim und Frau Dr. Birgitta Schweickert vom Robert-Koch-Institut Berlin auf den Grund. Die Hauptbotschaft: Man muss die Daten in die Hand nehmen. Denn nur so kennt man die Strukturen der eigenen Verbrauchssituation und kann somit die Daten auch interpretieren.

Krankenhauspharmazie 2015;36:367–9.



Ulrike Georgi, Chemnitz

Im Rahmen des diesjährigen ADKA-Kongresses veranstalteten Heike Hilgarth, Apothekerin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Dr. Karl Schulze, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Rettungsmedizin und spezielle anästhesiologische Intensivmedizin aus dem Klinikum Neustadt am Rübenberge, das Seminar „Antiinfektive Prophylaxe – wer, wann, wie lange, was?“ Im Speziellen ging es um die perioperativen Antibiotikaprophylaxe (PAP). Die Kollegen kombinierten praxisbezogene Beispiele und Literaturdaten. Daraus entstand ein spannendes, lehrreiches Seminar, in dem „ABS Beginners“ sowie „alte Hasen“ ihr Wissen erweitern konnten.

Krankenhauspharmazie 2015;36:369–70.



Antje Prenzel, Berlin

Beim Seminartag „Von PTA für PTA“ beim diesjährigen ADKA-Kongress in Mannheim konnten die Teilnehmer Vorträge zur Zytostatika- und TPN-Herstellung sowie zu rheumatischen Erkrankungen hören und in anschließenden Diskussionen Erfahrungen austauschen. Außerdem beteiligte sich der Arbeitskreis Krankenhaus-PTA mit dem Poster „Genügt die PTA-Ausbildung den Anforderungen des Krankenhausalltags?“ an der Posteraustellung des Kongresses.

Krankenhauspharmazie 2015;36:371–2.



Bericht von Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart
Mannheim, 29. Mai 2015

Das erste Jahr der ADKA-Präsidentschaft von Markus Müller war gekennzeichnet von Gesetzgebungsverfahren, die direkt oder indirekt auch Konsequenzen für die Arbeit von Krankenhausapothekern haben werden, vornehmlich das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) und das Krankenhausstrukturgesetz. Das GKV-VSG sieht die Einrichtung eines Innovationsfonds vor, der der ADKA die Chance bieten könnte, ein wissenschaftliches Projekt zum Schnittstellenmanagement durchzuführen. Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung und neue Ziele des Verbands („Agenda 2020“) wurden begonnen und werden weiter geführt. Ein aktueller, zum Thema des wissenschaftlichen Kongresses passender Erfolg war die Etablierung der Bereichsweiterbildung „Infektiologie“ für Apotheker, an deren Vorbereitung mehrere ADKA-Mitglieder maßgeblich mitgearbeitet haben. In der Mitgliederversammlung wurden die Vorsitzenden der 15 ADKA-Ausschüsse gewählt, die nun ihre Ausschüsse konstitutieren werden.

Krankenhauspharmazie 2015;36:373–7.



Übersicht
Katja Wilke, Dresden

Um dem Bedarf an qualifizierten Apothekern im Bereich der Pharmakotherapie von Infektionskrankheiten gerecht zu werden, wurde die Bereichsweiterbildung Infektiologie durch die Bundesapothekerkammer entwickelt. Sie richtet sich vor allem an Apotheker und Apothekerinnen in Krankenhausapotheken und vermittelt notwendiges Fachwissen zum leitliniengerechten Einsatz von Antiinfektiva. Dies ist Voraussetzung, um Ärzte, Pflegepersonal und Patienten auch im Sinne der Arzneimitteltherapiesicherheit kompetent beraten zu können und den Antiinfektiva-Einsatz im Krankenhaus rational mitzugestalten.

Krankenhauspharmazie 2015;36:378–80.



Roberto Frontini, Leipzig
Oder warum Zahlen nicht immer ein guter Beweis sind

Ein p-Wert von 0,05 hat sich als Grenze zwischen signifikanten und nichtsignifikanten Ergebnissen etabliert. Ein signifikanter Unterschied muss aber nicht notwendigerweise auch ein wahrer Unterschied sein. Das hängt in relevantem Ausmaß von der Vortestwahrscheinlichkeit der in der Studie gestellten Hypothese ab. Ist diese gering, dann kann der festgestellte Unterschied zufällig sein. Nur eine kritische Würdigung des p-Werts im gesamten Kontext des aktuellen Wissens ist die Basis für eine evidenzbasierte Entscheidung.

Schlüsselwörter: p-Wert, EbM, Studien

Misleading p-value or are numbers always reliable?

A p-value of 0.05 is established as the threshold between significant and not significant results of trials. A significant result is not necessarily a true result. The reliability of outcomes is highly dependent on pre-test probability of the trial hypothesis. The lower that probability the higher is the likelihood of random results. Only the critical appraisal of the p-value based on what we already know should be the backbone for evidence based decisions.

Key words: p-value, evidence-based medicine, clinical trial

Krankenhauspharmazie 2015;36:381–3.



Bericht
Martina Lukasova, Heidelberg

Ende März 2015 fand der Kongress der Europäischen Vereinigung der Krankenhausapotheker (European Association of Hospital Pharmacists; EAHP) statt. Das Motto „The hospital pharmacist’s agenda – patient safety first“ hat das wissenschaftliche Programm stark geprägt. In zweieinhalb Tagen wurden 3 Keynote-Präsentationen, 3 Synergy-Satellite-Veranstaltungen, 15 Seminare, 8 Workshops, 10 Industrie-gesponserte Satelliten-Veranstaltungen und ein Industrie-gesponserter Workshop zusammen mit einem Studentenprogramm angeboten. Auf 550 Postern wurde die Arbeit vieler europäischer Kollegen vorgestellt. Auch die Highlights der deutschen Krankenhauspharmazie wurden in einem besonderen Block gezeigt. Das Interesse war groß. Rund 3600 Teilnehmer aus vielen, nicht nur europäischen Ländern, haben am EAHP-Kongress in Hamburg teilgenommen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:384–7.



Nadine Pinder, Heidelberg

Sogenannte Schnittstellen der Versorgung (engl. transitions of care) und damit verbundene arzneimittelbezogene Probleme betreffen alle, die klinische Pharmazie praktizieren. Ein erheblicher Anteil aller Krankenhauseinweisungen wird durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) verursacht, was die frühe Erkennung und das Management dieser Probleme im Krankenhaus erforderlich macht. Darüber hinaus zeigen internationale Studien, dass bei 40 bis 50 % der stationären Patienten unbeabsichtigte Diskrepanzen bei der Eintritts- und Entlassmedikation auftreten. Dies kann Medikationsfehler zur Folge haben, die wiederum in UAW oder anderen arzneimittelbezogenen Problemen resultieren und zu vermeidbaren Schäden und möglicherweise einem erneutem Klinikaufenthalt führen. Ziel des Seminars „Medication Safety in Transitions of Care“ beim 20. EAHP-Kongress in Hamburg war es, Strategien vorzustellen und zu diskutieren, die zur Erhaltung und Optimierung der Patientensicherheit an Schnittstellen der Versorgung beitragen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:388–9.



Theresa Hermanspann, Aachen

Jeder, der im Rahmen pharmazeutischer Betreuung engen Patientenkontakt hat, weiß, wie wichtig es ist, im Gespräch die Bedürfnisse des Patienten zu erkennen, zu verstehen und auf den Patienten einzugehen. Der Workshop „Patient engagement and communication skills“ auf dem EAHP-Kongress in Hamburg hatte das Ziel, den Teilnehmern Kommunikationsgeschick für das Patientengespräch zwischen Arzt/Apotheker und Patient näher zu bringen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:389–90.



Martin J. Hug, Freiburg

Eines der wesentlichen Lernziele der Klinischen Pharmazie ist die Vermittlung von Kenntnissen zur Optimierung der Arzneimittelanwendung. Im Seminar „The use of simulation in pharmacy education“ beim 20. EAHP- Kongress in Hamburg wurden zwei unterschiedliche Simulationssysteme zur Ausbildung von Pharmaziestudenten erläutert. Zum einen existieren Simulatoren, die Körperfunktionen und physiologische Parameter darstellen, zum anderen werden virtuelle Lösungen wie Avatar-Programme, die auf Computern und zukünftig auch auf Tablets und Smartphones anwendbar sind, angeboten. Beide Systeme werden von den Vortragenden als gute Möglichkeit betrachtet, die Ausbildung in klinischer Pharmazie zu unterstützen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:390–1.



Ute Blassmann, München

Beim 20. Kongress der European Association of Hospital Pharmacists (EAHP) in Hamburg berichteten Professor Constantino Sakellarides, emeritierter Professor für Gesundheitspolitik und Präsident der Constatino Foundation for Health im staatlichen Gesundheitsdienst und Antonio Melo Gouveia, Leiter der Krankenhausapotheke am Instituto Portugues des Oncologia in Lissabon in einem Vortrag über den Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Patientenversorgung.

Krankenhauspharmazie 2015;36:391–2.



Monika Dircks, Erlangen

Anlässlich des 20. EAHP-Kongresses in Hamburg vom 25. bis 27. März 2015 stellte die Genfer Arbeitsgruppe Guignard, Lang und Desnoyer die Entwicklung eines Tools vor, mit dessen Hilfe die Medikation von Patienten der Inneren Medizin auf arzneimittelbezogene Probleme (ABP) überprüft werden kann. Entstanden ist eine Liste mit 160 Statements, genannt PIM-Check. Eine elektronische Version für deren praktische Anwendbarkeit wird zurzeit entwickelt. Im Gegensatz zur Geriatrie gehört bei dieser Patientengruppe die Unterversorgung zu den Hauptproblemen.

Krankenhauspharmazie 2015;36:392–3.



Analyse von CYP450-Wechselwirkungen
Holger Petri, Bad Wildungen
Das Interaktionspotenzial der H2-Rezeptorenblocker

Von den in Deutschland verfügbaren drei Histamin-2(H2)-Rezeptorenblockern wird allein Ranitidin noch in nennenswerter Menge verordnet. Cimetidin als ältester Vertreter dieser Stoffgruppe inhibiert verschiedene Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzyme und hat damit, verglichen mit Famotidin und Ranitidin, ein risikoreicheres Wechselwirkungspotenzial. In der Interaktionstabelle (Tab. 1) wird das Verhalten der drei Substanzen zu den Cytochrom-P450-Isoenzymen dargestellt.



Serie
Ausschuss für Arzneimitteltherapiesicherheit
In den Gedanken schon im Feierabend …

Um die Arzneimittelbelieferung sicher zu stellen, besitzt jede Klinik einen detaillierten Ablaufplan zur Logistik. Viele Apotheken sind nicht selbstständig für die Transportlogistik zuständig, sondern beauftragen einen zentralen Kliniktransport.



Referiert & kommentiert: Aus der internationalen Literatur
Dr. Jutta Zwicker, London
Schulungsprogramm reduziert Sturzrisiko

Eine australische Studie zeigte, dass ein intensives Beratungs- und Schulungsprogramm das Sturzrisiko bei älteren stationären Patienten signifikant senken kann. Ein Einfluss dieser Schulungen auf die stationäre Verweildauer konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.



Dr. Iris Hinneburg, Halle (Saale)
Kein Hinweis auf negative Folgen in der Schwangerschaft

Eine medikamentöse HIV-Präexpositionsprophylaxe hat nach einer aktuellen Studie vermutlich keine negativen Auswirkungen auf Eintritt und Verlauf einer Schwangerschaft.

 Mit einem Kommentar von Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer, Bochum



Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen
Checkpoint-Inhibitoren in Kombination

Die Kombination der beiden Checkpoint-Inhibitoren Ipilimumab und Nivolumab führt in der Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom zu einer hohen Ansprechrate von 61 %. Die gute Wirksamkeit wird allerdings mit einer hohen Rate an Nebenwirkungen erkauft, 54 % der Patienten in der Kombinationsgruppe hatten ein unerwünschtes Ereignis vom Schweregrad 3 oder 4.



Referiert & kommentiert: Kongresse, Symposien, Konferenzen
Dr. Annette Junker, Wermelkirchen
Für junge Erwachsene bessere Ergebnisse mit Kinderprotokollen

Kinder mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) werden standardmäßig anders behandelt als Erwachsene. Einiges deutete bisher schon darauf hin, dass die Behandlung für Kinder effektiver ist als die für Erwachsene. Eine während der Jahrestagung 2014 der American Society of Hematology (ASH) in San Francisco vorgestellte Studie ging der Frage prospektiv nach, wie junge Erwachsene behandelt werden sollten [1].



Dr. Annette Junker, Wermelskirchen
Risiko für Thromboembolien und Blutungen bei Krebspatienten richtig abwägen

Blutgerinnsel in der Lunge, die oft zufällig auf Computertomogrammen auffallen, sind Symptome, die zunehmend bei Krebspatienten vorkommen. Sie sind zwar recht häufig zu finden, aber das Wissen um die Prognose und ein angemessenes Management ist noch recht spärlich. Ein Daten-Review, der besonders den Ergebnissen unterschiedlicher Behandlungen näher auf den Grund ging, wurde 2014 während der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorgestellt [1].



Dr. Annette Junker, Wermelskirchen
Längeres Vorfall-freies Überleben mit Sorafenib

Die Entwicklung von zielgerichteten Arzneimitteln und hier besonders von Tyrosinkinase-Inhibitoren konnte die Prognose für einige Leukämiepatienten verbessern, beispielsweise bei chronisch myeloischer Leukämie (CML) und einer kleinen Untergruppe von Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL). Während des Jahrestreffens 2014 der amerikanischen Hämatologen (ASH) konnte dem eine deutliche Wirksamkeit eines Tyrosinkinase-Hemmers bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) hinzugefügt werden. Sorafenib, ein oraler Tyrosinkinase-Inhibitor, der zurzeit zur Behandlung von Nieren- und Leberzellkarzinomen sowie Radioiod-refraktärem differenziertem Schilddrüsenkarzinom zugelassen ist, konnte in einer Studie auch seine Aktivität bei AML unter Beweis stellen.



Dr. Petra Jungmayr, Esslingen
Was Ärzte und Apotheker gemeinsam bewegen können

Beim 4. Jahreskongress der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der Deutschen Krebsgesellschaft (ASORS), der vom im März 2015 in München stattfand, befasste sich ein Workshop mit der multiprofessionellen Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern. Beispiele hierfür sind die gemeinsame Entwicklung eines Merkblatts zur oralen Mukositis sowie die Oralia-Kampagne der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie.



Notizen
Bettina Christine Martini, Legau