Notfallset für den Einsatz bei verstopften Ernährungssonden


Holger Petri, Bad Wildungen

Die Okklusion einer Ernährungssonde ist eine häufige Komplikation in der enteralen Ernährungstherapie. Rasches Handeln und der Einsatz einer geeigneten Spüllösung tragen zu einer erfolgreichen Rekanalisation der Sonde bei. Lässt sich die Verstopfung mit Wasser nicht erfolgreich beheben, gilt eine Suspension von alkalisierten Pankreasenzymen als die wirksamste Spüllösung. Die Zentral-Apotheke der Wicker Kliniken, Bad Wildungen, hat ein Notfallset (Abb .1) zusammengestellt, das im Fall der Verstopfung einer Ernährungssonde auf der Station zum Einsatz kommen kann. Im Notfallset enthalten sind Kapseln mit Pankreas-Pulver und Natriumhydrogencarbonat-Ampullen. Das Set wurde zur Erprobung an neun Stationen verteilt. Die Pflegekräfte wurden gebeten, jedes Ereignis, das den Gebrauch des Sets notwendig machte, in einem Berichtsbogen zu dokumentieren und der Apotheke zu melden. Die Auswertung der in einem Zeitraum von sechs Monaten eingegangenen Berichtsbögen deutet auf die Wirksamkeit dieser Intervention hin. Bei allen sechs perkutanen Sonden sowie bei einer der drei transnasalen Sonden konnten die Verstopfungen mithilfe des Notfallsets der Krankenhausapotheke behoben werden.
Schlüsselwörter: Ernährungssonde, Okklusion, Pankreas-Pulver, Notfallset. 
Krankenhauspharmazie 2012;33;432–36.

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