Intravitreale Anti-VEGF-Therapie bei altersbedingter Makuladegeneration


Bevacizumab im Spannungsfeld zwischen Innovation und Off-Label-Use

Veröffentlicht am: 02.04.2020

Hans-Peter Lipp, Georg Höfling, Focke Ziemssen und Karl Ulrich Bartz-Schmidt, Tübingen

Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) stellt eine sehr ernstzunehmende Augenerkrankung dar, die unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zu schweren Einschränkungen der Lebensqualität bis hin zur Erblindung führen kann. Die Anti-VEGF-Therapie bietet im Gegensatz zur alleinigen photodynamischen Therapie erstmals die Aussicht auf Verbesserung der Sehleistung nach Diagnosestellung. Während Pegaptanib (Macugen®) seit Februar 2006 für diese Anwendung in Deutschland zugelassen ist und mit Ranibizumab (Lucentis®) in den USA bereits ein zweites Präparat zur Verfügung steht, wird die intravitreale Anwendung des Antikörpers Bevacizumab vermutlich auf längere Sicht außerhalb der zugelassenen Indikation (Off-Label-Use) erfolgen. Um dieses Spannungsfeld zwischen effektiver Therapie, Kostenerstattung und Dringlichkeit der Therapie für alle Beteiligten, das heißt Leistungserbringer, Krankenkassen, Patienten und Apotheken, dauerhaft und ausreichend lösen zu können, sind noch erhebliche Anstrengungen nötig.
Schlüsselwörter: Feuchte altersbedingte Makuladegeneration, intravitreale Anti-VEGF-Therapie, Bevacizumab, Pegaptanib, Ranibizumab, Off-Label-Use
Krankenhauspharmazie 2006;27:417–27.

Liebe Leserin, lieber Leser, dieser Artikel ist nur für Abonnenten der KPH zugänglich.

Sie haben noch keine Zugangsdaten, sind aber KPH-Abonnent?

Registrieren Sie sich jetzt:
Nach erfolgreicher Registrierung können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse und Ihrem gewählten Passwort anmelden.

Jetzt registrieren