Seite 137 -143
Originalarbeit Irene Krämer, Jannik Almasi, Mainz, Jochen Schnurrer, Bastian Mende, Essen, Bernhard Rainer Kujau, Münster, Herwig Heindl, Hendrik Lück, Kiel, Kim-Ngan Huynh, Braunschweig, Andrea Sottanelli und Jacopo Raffaelli, Calw

Benchmarking und Entwicklung von Standards zur robotergestützten Zytostatika-Zubereitung durch die deutsche APOTECAchemo-Community

Die Anwender des APOTECAchemo Roboters analysierten das Potential und die Effizienz der vollautomatischen Zytostatikazubereitung in deutschen Krankenhausapotheken. Zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung wurde eine gemeinsame Datenbank mit Daten zu den verwendeten Wirkstoffen und Fertigarzneimitteln sowie fertigen Zubereitungen entwickelt. Das zeitgleiche Updaten der gemeinsamen Datenbank ist für erfahrene und neue Anwender von Vorteil.
Schlüsselwörter: Zytostatikazubereitung, Robotersystem, Stammdatenbank, Standardisierung, Effizienz
Krankenhauspharmazie 2021;42:137–43.

English abstract

Benchmarking and development of standardized procedures for the fully automated cytotoxic preparation by the German APOTECAchemo community

The German users of APOTECAchemo robots analysed the potential and efficiency of the fully automated cytotoxic preparation in German hospital pharmacies. Based on the actual data a joint database was developed encompassing information about the active substances, licensed medicinal products, and ready-to-administer preparations. Users will benefit from the simultaneous updating of the joint database thereby increasing efficiency of the robotic preparation.

Seite 144 -148
Bericht Petra Jungmayr, Esslingen

Norddeutscher Zytostatika Workshop 2021

Pharmazeutisch-onkologischer Fachkongress als Online-Seminar

Der diesjährige 29. Norddeutsche Zytostatika Workshop (NZW) fand am 29. und 30. Januar 2021 erstmals virtuell statt. Doch auch die pandemiebedingte Notwendigkeit eines Online-Kongresses schmälerte das Interesse an der pharmazeutisch-onkologischen Fortbildung nicht und so verzeichnete der diesjährige NZW rund 300 Teilnehmer. Neben Haupt- und Kurzvorträgen, einer PTA-Tagung, dem Berufspolitischen Forum sowie Satellitensymposien der pharmazeutischen Industrie war auch die aktive Beteiligung an zahlreichen Workshops möglich.
Krankenhauspharmazie 2021;42:144–8.

Seite 149 -152
Bericht Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Von Budgets zu Biomarkern

Bericht vom 22. Sanofi-Symposium für Krankenhausapotheker, 21. November 2020

Das 22. Sanofi-Symposium für Krankenhausapotheker fand, wie so viele Veranstaltungen im Corona-Jahr 2020, als Videokonferenz statt. Das Format ermöglichte eine deutlich höhere Beteiligung als in den vorangegangenen Jahren: Rund 160 Teilnehmer verfolgten die Live-Vorträge unter der Moderation von Prof. Wolfgang Kämmerer, Augsburg.
Krankenhauspharmazie 2021;42:149–52.

Seite 153 -155
Der klinisch-pharmazeutische Fall Sonja Habib-Mayer, Alexander Weigl, Isabella Schneider, Linz

Anstieg des Clozapin-Spiegels im Rahmen eines bronchopulmonalen Infekts

Ein männlicher Patient (Raucher) mit der Hauptdiagnose paranoide Schizophrenie entwickelt während seines stationären Aufenthalts im offenen Bereich einer Psychiatrie im Rahmen eines bronchopulmonalen Infekts und kurzzeitiger Augmentation mit Fluvoxamin einen deutlichen Anstieg des Clozapin-Spiegels ohne wesentliche Toxizitätszeichen. Systemische Entzündungsreaktionen können über eine Hemmung des Cytochrom-P450–1A2 (CYP1A2) die Metabolisierung von Clozapin blockieren und so zu erhöhten Blutspiegeln mit und ohne Symptome einer Überdosierung führen. Fluvoxamin hemmt dosisabhängig in Komedikation mit Clozapin dessen Abbau um den Faktor 2 bis 10, was das Ansprechen auf eine Therapie erhöht und Nebenwirkungen verringert.
Ein Monitoring der Clozapin-Blutspiegel ist demnach essenziell, wenn vor oder während eines stationären Aufenthalts ein systemischer Infekt auftritt, damit die Dosierung von Clozapin entsprechend angepasst oder für die Dauer des Infekts auf ein anderes, für den Patienten geeignetes Antipsychotikum umgestellt werden kann.
Krankenhauspharmazie 2021;42:153–55.

Seite 156 -162
ADKA intern Dr. Matthias Fellhauer, Villingen-Schwenningen, Dr. Claudia Mildner, Mainz, Dr. Holger Knoth, Dresden, Dr. Michael Baehr, Hamburg, Ralph Heimke-Brinck, Erlangen, Dr. Andreas von Ameln-Mayerhofer, Sindelfingen, Dr. Lenka Taylor, Heidelberg, im Namen der Ausschussmitglieder, Dr. Christoph Sturm, Dachau, Dr. Tilman Schöning, Heidelberg, Dr. Sebastian Schubert, Mainz, Priv.-Doz. Dr. Claudia Langebrake, Hamburg, Kim Green, Heidelberg, Dr. Elfriede Nusser-Rothermundt, Dr. Swantje Eisend, Kiel

Berichte der ADKA-Ausschüsse

Berichtzeitraum: Januar bis Dezember 2020

Seite 163
Serie

Medikationsfehler

Jurnista® ≠ Hydromorphon-Retardkapseln

Häufig fehlt auf dem Betäubungsmittelanforderungsschein die korrekte Angabe zur Darreichungsform. Insbesondere bei oralen Zubereitungen führt dies oft zu Unklarheiten, die vor Abgabe des Betäubungsmittels mit dem Arzt abgeklärt werden müssen. Häufig fällt so auf, dass der das BtM-Rezept unterschreibende Arzt die Frage nach der korrekten Darreichungsform nicht beantworten kann. Oft fehlt das Bewusstsein, wie entscheidend es ist, ob oder welche Retardform angewendet wird. Nicht selten wird in solchen Fällen auf das Pflegepersonal verwiesen, diese wüssten bestimmt, was der Patient benötigt.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Gerrit Seifert, Mainz

Acetylsalicylsäure 100 mg

ASS unwirksam zur Vermeidung einer Sepsis

Acetylsalicylsäure ist ein irreversibler Hemmstoff der Cyclooxygenase sowie der Thrombozytenaggregation. Neben seiner überwiegenden Anwendung als Gerinnungshemmer bei vaskulären Indikationen haben Studien Hinweise geliefert, dass Acetylsalicylsäure in der Dosierung von 100 mg auch zur Prävention einer Sepsis verwendet werden könnte. Die vorliegende Studie konnte hierfür allerdings keine Belege liefern.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Dr. Matthias Desch, Kogl, Österreich

Psoriasis-Arthritis

Brodalumab zur Therapie der Psoriasis-Arthritis

Brodalumab ist bereits zur Therapie der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen zugelassen (Kyntheum® 210 mg). In den beiden Phase-III-Studien AMVISION-1 und -2 zeigte der vollhumanisierte Antikörper auch eine signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, für die bisher nur in Japan eine Zulassung vorliegt.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Maximilian Günther, Bonn

Akute myeloische Leukämie

Azacitidin zur Erhaltungstherapie bei AML

Nach einer Induktionschemotherapie bei älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML), kommt es häufig zu einem Rezidiv der Erkrankung. Die vorliegende randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie zeigt, dass eine Erhaltungstherapie mit einer neuen, peroralen Formulierung von Azacitidin von Vorteil ist.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Dr. Claudia Bruhn, Berlin

Komedikation bei rheumatoider Arthritis

Cortison und PPI gleichzeitig erhöhen Frakturrisiko

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) sollte die Begleitmedikation regelmäßig kritisch geprüft werden. Denn laut einer umfangreichen retrospektiven Kohortenstudie mit Daten von Patienten aus dem Vereinigten Königreich kann die gleichzeitige Einnahme von oralen Glucocorticoiden und Protonenpumpeninhibitoren zusätzlich zur RA-Standardtherapie zu einer Erhöhung des Risikos für osteoporosebedingte Frakturen führen.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Dr. Annette Junker, Wermelskirchen

Dialysepflichtige chronische Nierenerkrankungen

Roxadustat besser als Epoetin alfa

Bei Patienten mit Anämie und dialyseabhängiger chronischer Nierenerkrankung (CKD) führte die Behandlung mit Roxadustat zu höheren Hämoglobin(Hb)-Spiegeln und einem reduzierten Bedarf an Transfusionen roter Blutkörperchen (RBC) im Vergleich zur Behandlung mit Epoetin alfa (EPO). Das zeigte eine gepoolte Analyse von drei Phase-III-Studien mit insgesamt 3890 Patienten, die während des amerikanischen Hämatologiekongresses (ASH) 2020 vorgestellt wurde.

Seite 164 -171
Referiert & kommentiert Dr. Annette Junker, Wermelskirchen

Chronische myeloische Leukämie

Asciminib effektiv und sicher bei schwer zu behandelnder CML

In der Phase-III-Studie ASCEMBL war das experimentelle Arzneimittel Asciminib für Patienten mit rezidivierender CML nach zwei vorherigen Kursen mit Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) fast doppelt so wirksam wie der bisherige Therapiestandard. Die Studie wurde während des amerikanischen Hämatologiekongresses (ASH) als Late-Breaking-Abstract vorgestellt.

Seite 172
Notizen Stefan Fischer, Stuttgart

G-BA-Beschluss

Ibalizumab

Seite 173
Notizen Prof. Dr. Christian Hoffmann, Hamburg

G-BA-Beschluss

Ibalizumab aus Expertensicht

Seite 174 -177