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39. Jahrgang Heft 7 Juli 2018

Kongress
Solvejg Langer, Stuttgart
Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung optimal versorgen

Einige gesetzliche Neuerungen, die die Tätigkeit der Krankenhausapotheker beeinflussen können, wurden beim 43. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA in Stuttgart vorgestellt. Bereits gesetzlich verpflichtend ist in Deutschland das sogenannte Entlassmanagement, noch diskutiert wird die Einführung von Stationsapothekern. In zwei Keynote-Lectures erläuterten Dr. Frank Dombeck, Hannover, und Prof. Dr. Irene Krämer, Mainz, den aktuellen Stand dieser neuen Gesetze und inwieweit diese bereits im klinischen Alltag angekommen sind. In zwei daran angelehnten Seminaren konnten die Teilnehmer diese Themen weiter vertiefen.

Krankenhauspharmazie 2018;39:281–5.



Solvejg Langer, Stuttgart
Ein Auslaufmodell?

Aktuell hat die Herstellung immer noch ihren Platz im pharmazeutischen Alltag. Allerdings haben sich die Gründe für die Herstellung geändert und neue Herausforderungen sind zu meistern – so das Thema einer Keynote-Lecture beim 43. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA in Stuttgart. In einem Seminar konnten die Teilnehmer dann noch ihr Wissen im Bereich der Herstellung von parenteraler Ernährung (TPE) vertiefen.

Krankenhauspharmazie 2018;39:286–7.



Maja M. Christ, Stuttgart

Relevante Arzneimittelinformationen für die Therapie eines Patienten nutzbar zu machen, ist Aufgabe der AM-Info. Im Seminar „Patientenindividuelle Arzneimittelinformation – aktiv oder reaktiv“ erläuterten Dr. Dorothea Strobach, München, und Simone Melzer, Hamburg, worauf es bei der AM-Info ankommt und wie ein gelungenes Closed-Loop-Verfahren aussehen kann.

Krankenhauspharmazie 2018;39:288–9.



Maja M. Christ, Stuttgart

Guidelines sind wichtig, um neue Entwicklungen in konkrete Handlungsempfehlungen umzusetzen. Sie zu erstellen, ist jedoch eine Herausforderung. Im Seminar „Implementierung von Richtlinien: lästige Notwendigkeit?“ diskutierten Dr. Torsten Hoppe-Tichy, Heidelberg, und Dr. Martina Teichert, Leiden (NL), Vor- und Nachteile der Implementierung mit den Seminarteilnehmern.



Mathias Schneider, Stuttgart

Die EU-Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU und die delegierte Verordnung (EU) Nr. 2016/161 bzw. deren Umsetzung in die Praxis stellen die Beteiligten vor viele noch offene Fragen. Das System zur Echtheitsprüfung, das in Deutschland von securpharm e. V. aufgebaut wird, sieht vor, dass Arzneimittel zukünftig ein individuelles Sicherheitsmerkmal tragen und eine Vorrichtung gegen Manipulation besitzen. „Das hat Auswirkungen auf unsere Arbeit als Apotheker“, verdeutlichte Prof. Dr. Martin Hug auf dem ADKA-Kongress. So muss beispielsweise die Packung im Rahmen der Fertigarzneimittelprüfung geöffnet werden. In der Folge wäre sie dann nicht mehr verkehrsfähig.

Krankenhauspharmazie 2018;39:292-3



Tanja Saußele, Stuttgart

Im Seminar top-relevante ABS-Aktivitäten gab Katja Wilke, Dresden, einen Überblick über Antiinfektiva-Visiten und stellte den Teilnehmern des Seminars, von denen etwa 20 % selbst regelmäßig an Antiinfektiva-Visiten teilnehmen, vor, wie diese am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden (UKD) aussehen. Im zweiten Teil des Seminars berichtete Dr. Andreas von Ameln-Mayerhofer, Sindelfingen, über die Einführung von hauseigenen Leitlinien zur Antiinfektiva-Therapie.

Krankenhauspharmazie 2018;39:293–5



Tanja Saußele, Stuttgart

Im Seminar „Arzneimitteltherapie bei Leberinsuffizienz“ gab Dominik Wilke aus Dresden den Teilnehmern einen Überblick über die Funktionen der Leber, die typischen Symptome einer Leberinsuffizienz und die sinnvollsten Parameter zur Bestimmung der Leberfunktion. Aisling Considine, London, erläuterte dann, anhand von eindrücklichen Fallbeispielen, wie Experten Leberversagen diagnostizieren und im Einzelfall therapieren.

Krankenhauspharmazie 2018;39:296–7



Solvejg Langer, Stuttgart
Was klinische Pharmazeuten gelesen haben sollten

Mittlerweile ist es die legendäre letzte Session – so Priv.-Doz. Dr. Claudia Langebrake: Die Top-Paper-Session des ADKA-Kongresses. Das Trio Prof. Dr. Martin J. Hug, Dr. Matthias Fellhauer und Prof. Dr. Hans-Peter Lipp trifft sich am „Lagerfeuer der ADKA“, um am Ende des Tages zusammenzusitzen und sich spannende Geschichten zu erzählen, so Fellhauer. Oder anders gesagt, um nun zum neunten Mal die wichtigsten Publikationen aus den Gebieten Innere Medizin, Infektiologie und Onkologie vorzustellen.

Krankenhauspharmazie 2018;39:298–300.



Antje Prenzel, Berlin

Auch im Jubiläumsjahr des PTA-Berufs (er wird dieses Jahr 50 Jahre alt!) lud der Arbeitskreis Krankenhaus-PTA des Berufsverbandes der PTA (BVpta e. V.) zum jährlichen Seminartag „Von PTA für PTA“ ein. Es wurden verschiedene Themen, darunter die Zytostatikatherapie, Koordination von klinischen Studien oder Logistikaspekte, vorgestellt. Wie auch in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung im Rahmen des ADKA-Kongresses und somit diesmal am 5. Mai in Stuttgart statt.

Krankenhauspharmazie 2018;39:301–3.



Originalarbeit
Gesche Först, Freiburg, Matthias Fellhauer, Villingen-Schwenningen, Martin J. Hug, Freiburg, Wiltrud Probst, Heidenheim, und Donald Ranft, Leipzig
Ergebnisse der ADKA ABS Umfrage 2017

Der Ausschuss für Antiinfektive Therapie im Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA e. V.) führt in regelmäßigen Abständen Umfragen zum Stand der Umsetzung des Antibiotic Stewardship in deutschen Krankenhäusern durch. Die Umfragen sind nicht repräsentativ, zeigen aber Trends und Handlungsbedarf auf. An der aktuellen ADKA ABS Umfrage 2017 haben sich 164 Krankenhäuser verschiedener Versorgungsstufen beteiligt.

Schlüsselwörter: ADKA ABS Umfrage, Antibiotic Stewardship, Umfrage, Antibiotika, Krankenhaus, Leitlinie

Krankenhauspharmazie 2018;39:304–10.

Antibiotic stewardship in German hospitals – Results of a survey

The committee for antiinfective therapy of The German Society of Hospital Pharmacists (ADKA) regularly conducts surveys on antibiotic stewardship in German hospitals. These surveys are not representative, but they show trends and unmet needs in certain fields of antimicrobial stewardship.

164 hospitals with different supply structure took part in the current survey of 2017.

Although there is an upward trend in establishing ABS programs in german hospitals, provision of staff for these activities stays the main limitation in Germany;

Key words: Antibiotic stewardship, survey, hospital, guideline



Analyse von CYP450-Wechselwirkungen
Holger Petri, Bad Wildungen
Das Interaktionspotenzial der Proteinkinase-Inhibitoren

Der Abbau vieler in der Onkologie eingesetzter Proteinkinase-Inhibitoren ist primär abhängig vom Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzym 3A4, andere Isoenzyme haben eine nachgeordnete Bedeutung im Metabolismus (Tab 1). In den Tabellen 2 und 3 werden die Plasmaspiegeländerungen der zur Zeit in Deutschland verfügbaren Wirkstoffe in Kombination mit starken CYP3A4-Modulatoren aufgeführt. Einzelne Proteinkinase-Inhibitoren haben selbst modulierende Eigenschaften auf CYP-Enzyme und können die Exposition anderer Arzneimittel beeinflussen.



Serie
Dr. Gesine Picksak für den Ausschuss für Arzneimitteltherapiesicherheit
Laborenten

Zur Spiegelüberwachung von Arzneistoffen im Rahmen des therapeutischen Drug-Monitorings muss stets darauf geachtet werden, Blut an einer geeigneten Stelle abzunehmen. Ansonsten kann dies zu einer fehlerhaften Dosierung des Arzneimittels aufgrund falsch bestimmter Spiegel führen.



Referiert & kommentiert: Aus der internationalen Literatur
Dr. Claus Gassner, Villingen-Schwenningen
Keine Senkung der Mortalität durch Glucocorticoide

Die Gabe von Hydrocortison bringt für Patienten im septischen Schock kurzfristige Vorteile in der Akutphase der Erkrankung. Die Mortalität nach 90 Tagen ist aber genauso hoch wie unter Placebo.



Dr. Matthias Desch, Kogl bei Wien
Drug-eluting Stents wirksamer, aber genauso sicher wie Bare-Metal-Stents

Bei älteren Patienten reduziert die Verwendung eines Drug-eluting Stents im Vergleich zu einem Bare-Metal-Stent bei gleichlanger dualer Plättchenhemmung signifikant konsekutive kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse, so das Ergebnis der SENIOR-Studie, die im Lancet veröffentlicht wurde.



Dr. Claudia Bruhn, Berlin
Bekommen chronisch Kranke leichter Krebs?

Vieles spricht dafür, dass Diabetiker häufiger an Krebs erkranken. Auch eine frühere pulmonale Erkrankung steigert wahrscheinlich das Risiko für ein Lungenkarzinom. Doch können auch andere chronische Krankheiten, beispielsweise des Herz-Kreislauf-Systems oder der Nieren, die Krebsentstehung fördern und die Tumorsterblichkeit erhöhen? Dieser Frage ging eine taiwanesische Arbeitsgruppe in einer prospektiven Kohortenstudie nach, die kürzlich im britischen Ärzteblatt veröffentlicht wurde.



Dr. Petra Jungmayr, Esslingen
Vergleich zwischen Dalteparin und Edoxaban

In einer internationalen Studie wurden erstmals das direkte orale Antikoagulans Edoxaban mit dem niedermolekularen Heparin Dalteparin bei Malignom-Patienten mit venöser Thromboembolie verglichen. Dabei zeigte sich die Nichtunterlegenheit von Edoxaban. Unter Edoxaban traten erneute Thromboembolien seltener auf als unter Dalteparin; von Nachteil war das erhöhte Blutungsrisiko unter Edoxaban.



Notizen
Bettina Christine Martini, Legau


ADKA intern