Seite 373 -389
Übersicht Frank Dörje, Monika Andraschko, Jürgen Babl, Rudolf Bernard, Matthias Fellhauer, Ralph Heimke-Brinck, Sebastian Herbig, Christoph Klaas, Holger Knoth, Sabine Krebs, Jochen Schnurrer, Jürgen Sawazki, Hans-Gerd Strobel und Thomas Vorwerk für die ADKA CORONA TASK FORCE, Berlin

Beiträge der Deutschen Krankenhauspharmazie zur Abwehr der Corona-Pandemie – Lehren aus der Krise

Perspektiven des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker e. V.

Besonders in einer fulminanten Krise – wie der Corona Pandemie – wird sichtbar, wie belastbar, flexibel und effektiv durch die politische Führung des Landes, staatliche Strukturen, das Gesundheitssystem, aber auch Verbandsstrukturen der Krise wirksam begegnet werden kann. Der deutschen Krankenhauspharmazie ist es gelungen, zur Abwehr der Corona-Pandemie eine Vielzahl von wertvollen Beiträgen zu leisten. Hierzu zählen erfolgreiche nationale – gemeinsam mit dem BMG und anderen Partnern durchgeführte – Eigenherstellungs-Aktionen ebenso wie die Mitarbeit der ADKA e. V. in der BfArM Task Force zur Sicherstellung der Arzneimittel-Versorgung auf Intensivstationen, die Verteilung von national beschafften COVID-19-Medikamenten durch Krankenhausapotheken sowie die hervorragende Beteiligung der deutschen Krankenhauspharmazie an der Umsetzung der nationalen Schutzimpfungskampagne. Der außerordentlich hohe Organisationsgrad deutscher Krankenhausapothekerinnen und Krankenhausapotheker im Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker hat sich sehr bewährt. Die ADKA e. V. konnte eine sehr gute und verbindliche Krisenkommunikation durchführen und durch das Hauptstadtbüro und die Verbandsmitglieder nationale Entlastungsaktionen wirksam unterstützen und umsetzen. Die Lehren aus der Krise zeigen, dass an der sicheren Arzneimittel-, Diagnostika- und Medicalprodukteversorgung und zukünftigen pandemischen Krisenvorsorge in einem europäischen und nationalen Kontext gearbeitet werden muss. Auf nationaler Ebene gilt es, die Anzahl der deutschen Krankenhausapotheken für eine resiliente Arzneimittelversorgung im Krankenhaus zu sichern und auszubauen. Die pharmazeutische Eigenherstellungskompetenz und -kapazität für den Krisen- und Katastrophenfall ist auch durch gezielte Investitionen in den Krankenhausapothekenbau zu erhalten.
Schlüsselwörter: SARS-CoV-2, Corona-Pandemie-Abwehr, Katastrophenpharmazie, Krankenhausapotheke, Krankenhauswesen, Arzneimittelherstellung, Arzneimittel-, Desinfektionsmittel-, Medicalprodukte-Lieferengpässe, COVID-19-Schutzimpfungskampagne
Krankenhauspharmazie 2021;42:373–89.

Seite 390 -394
Bericht Solvejg Langer, Stuttgart

Prävention und Therapie von Infektionen

15. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT)

Auch beim diesjährigen KIT, der vom 16. bis 19. Juni virtuell stattfand, drehten sich natürlich einige Vorträge um die Corona-Pandemie. Aber auch zahlreiche andere Erkrankungen waren Thema – so ging es unter anderem auch um die Infektionsprophylaxe in der Onkologie, sexuell übertragbare Infektionen, multiresistente Erreger (MRE), Tuberkulose und Grippe. Die Palette reichte von Präventionsmaßnahmen über Therapieoptionen bis hin zur Versorgungslage während Pandemiezeiten.
Krankenhauspharmazie 2021;42:390–4.

Seite 395 -396
Serie Conrad Engler, Chemnitz, und Dr. Gesine Picksak, AMTS-Beauftragte der ADKA

Medikationsfehler

Wenn die Entlassmedikation fast zum Bumerang wird …

Das Entlassmanagement ist ein komplexer Teil des Medikationsprozesses, der die interdisziplinäre Zusammenarbeit mehrerer Berufsgruppen erfordert. Viele verschiedene Aufgaben werden in kurzer Zeit – oft parallel zueinander – bearbeitet. Kontrollschritte sind außerordentlich wichtig, damit nicht aufgrund von Fehlern im Prozess – wie in diesem Fall fast passiert – Patienten kurz darauf wieder in die Klinik eingewiesen werden.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Dr. Dr. Tanja Neuvians, Ladenburg

Schlaganfall

Vagusnervstimulation als Therapieoption nach ischämischem Schlaganfall

Viele Patienten haben nach einem Schlaganfall eine bleibende Armschwäche. Vagusnervstimulation in Kombination mit Bewegungsübungen scheint die Neuroplastizität im Gehirn zu fördern und die Armfunktion zu verbessern.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Dr. Miriam Sonnet, Rheinstetten

Psoriasis-Arthritis

Januskinase-Inhibitor punktet gegen TNF-α-Hemmer

Patienten mit Psoriasis-Arthritis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Eine davon ist Upadacitinib, ein Januskinase-Inhibitor. In einer neuen Studie war dieser Placebo in Bezug auf verschiedene Endpunkte überlegen. Eine Überlegenheit zeigte die Substanz auch gegenüber einem TNF-α-Inhibitor – allerdings nur in einer höheren Dosierung von 30 mg einmal täglich.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Dr. Maja M. Christ, Stuttgart

Asthma bronchiale

Tezepelumab kann die Exazerbationsrate bei unkontrolliertem Asthma reduzieren

In einer Phase-III-Studie reduzierte der monoklonale Anti-TSLP-Antikörper Tezepelumab die Exazerbationsrate bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit schwerem, unkontrolliertem Asthma und verbesserte die Lebensqualität.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Dr. Larissa Tetsch, Maisach

Infektionen mit Carbapenem-resistenten Erregern

Cefiderocol zur Behandlung von schwerwiegenden Infektionen unterschiedlicher Organsysteme

Gramnegative Bakterien, die gegen Reserveantibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme resistent sind, verursachen vor allem im Umfeld von Krankenhäusern lebensbedrohliche und schwer behandelbare Infektionen. Bei nosokomialer Lungenentzündung ist die Nichtunterlegenheit des Cephalosporins Cefiderocol im Vergleich zu Carbapenemen belegt. Eine klinische Studie hat nun bestätigt, dass Cefiderocol bei Infektionen verschiedener Organsysteme durch Carbapenem-resistente gramnegative Erreger als Behandlungsoption infrage kommt.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Beatrice Hamberger, Berlin

Gelenkprotheseninfektion

Zwölf Wochen Antibiotikatherapie besser als sechs

Die Gelenkprotheseninfektion wird üblicherweise lange mit Antibiotika behandelt. Doch wie lange genau diese Therapie dauern sollte, dafür gibt es bislang keine wissenschaftliche Evidenz. Wissenschaftler aus Frankreich haben nun eine sechswöchige Antibiotikatherapie mit einer zwölfwöchigen verglichen. Dabei zeigte sich, dass die kürzere Antibiotikagabe der längeren mit Blick auf persistierende Infektionen unterlegen ist.

Seite 397 -404
Referiert & kommentiert Dr. Annette Junker, Wermelskirchen

Früher HER2-negativer Brustkrebs

PARP-Inhibitor verlängert signifikant das Überleben für Frauen mit BRCA-1/2-Mutationen

PARP-Inhibitoren verhindern, dass Krebszellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren, was sie als Erhaltungstherapie nach einer Chemotherapie prädestiniert. Während des amerikanischen Krebskongresses 2021 wurde eine Studie vorgestellt, die gezeigt hat, dass bei HER2-negativen Brustkrebspatientinnen mit BRCA-1/2-Mutationen eine adjuvante Therapie mit Olaparib deren krankheitsfreies Überleben signifikant verlängert.

Seite 405
Rezension Dr. Maja M. Christ, Stuttgart

Dann doch lieber Schule?

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Notizen Saskia Fechte, Stuttgart

G-BA-Beschluss

Upadacitinib bei Psoriasis-Arthritis

Seite 407 -410
Seite 411
ADKA intern Dr. Holger Knoth, Vorsitzender des Ausschusses für Aus-, Fort- und Weiterbildung

Zertifikatskurs PTA im Krankenhaus