Seite 389 - 396
OriginalarbeitAnna-Judith Dahse, Leipzig, Axel Dürrbeck, Halle, und Michael Adler, Leipzig

Standardisierte elektronische Laborwertabfrage zur Vorbereitung pharmazeutischer Visiten

Ein Beitrag zur Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung der Arbeit klinischer Pharmazeuten am Universitätsklinikum Leipzig AöR

Immer häufiger unterstützen klinische Pharmazeuten das Ärzte- und Pflegepersonal vor Ort als Stationsapotheker. Die Beratungsleistung im Rahmen der Visitentätigkeit nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Zur Sicherung der Prozessqualität sollte eine standardisierte Vorgehensweise bei der Betrachtung von Laborwerten als ein wesentlicher Baustein angesehen werden. In diesem Zusammenhang können IT-gestützte Abfragen einen hilfreichen Beitrag leisten.
Schlüsselwörter: Visitenvorbereitung, Laborwertabfrage, Beratungsqualitätssicherung
Krankenhauspharmazie 2022;43:389–96.

FlaggeEnglish abstract

Standardized electronic laboratory requisition for preparing pharmacist ward rounds. A contribution to ensure quality and increase efficiency for the daily work of a clinical pharmacist at the University of Leipzig Medical Center AöR

With increasing frequency clinical pharmacists are supporting the medical and nursing staff on site as ward pharmacists. Consulting in the frame of ward rounds is taking on a more important role. Ensuring process quality requires a standardized procedure when reviewing laboratory values and is regarded as an essential component. In this context IT-based requests can assist.

Key words: Ward round preparation, laboratory requisition, consulting quality assurance

Seite 397 - 404
OriginalarbeitDominik Wilke und Katja de With, Dresden

Die gezielte Medikationsanalyse

Medikationsanalysen verringern die Zahl an arzneimittelbezogenen Problemen. Wie sich die Überprüfung der Medikation auf den Krankheitsverlauf auswirkt, ist unklar. In Anbetracht des hohen Aufwands und des Risikos des „Overalerting“ kann eine Priorisierung der Medikationsanalyse sinnvoll sein. Daher war es das Ziel dieser Übersichtsarbeit, Auslöser für klinisch erfolgreiche Medikationsanalysen zu beschreiben.
Schlüsselwörter: Medikationsanalyse, klinisch-pharmazeutische Dienstleistung, klinischer Endpunkt, Übersichtsarbeit
Krankenhauspharmazie 2022;43:397–404.

FlaggeEnglish abstract

The focused medication review

Medication reviews can reduce the number of drug-related problems. How medication review affects the course of the disease is unclear. Considering the high effort and the risk of “overalerting”, prioritising medication analysis may be useful. Therefore, the aim of this review was to investigate triggers for clinically successful medication analyses. A pre-condition for clinically successful medication analysis is constructive interdisciplinary cooperation and the application of concomitant interventions, such as medication reconciliation. Medication reviews were not/barely studied for wards with increased rates of drug toxicity, such as surgical or highly specialised wards (e. g. haematology-oncology). In summary, there is a lack of high-quality intervention studies for focused medication reviews, which are carried out in particular on wards with increased rates of drug toxicity and consider clinical endpoints.

Key words: Medication Review, Pharmaceutical services, Clinical outcomes, Review

Seite 405 - 410
BerichtPetra Jungmayr, Esslingen

Vom Workshop zum größten pharmazeutisch-onkologischen Fachkongress im deutschsprachigen Raum

30 Jahre NZW – Jubiläumskongress in Hamburg

Bereits zum 30. Mal fand die onkologisch-pharmazeutische Fachtagung NZW statt. Die ursprünglich als Workshop konzipierte Veranstaltung entwickelte sich innerhalb der letzten drei Jahrzehnte zum größten pharmazeutisch-onkologischen Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Der diesjährige Kongress wurde zeitgleich mit dem ECOP 5 (European Conference of Oncology Pharmacy) durchgeführt, was den fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene intensivierte. Der NZW-Jubiläumskongress, der vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 am Congress Centrum Hamburg stattfand, bot rund 600 Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm mit Haupt- und Kurzvorträgen, einem berufspolitischen Forum sowie zahlreichen praxisnahen Workshops und Satelliten-Symposien der pharmazeutischen Industrie inklusive der Teilnahme am englischsprachigen ECOP-Programm. Für pharmazeutisch-technische Mitarbeiter fand eine separate Fachtagung statt, in deren Mittelpunkt vornehmlich pharmazeutisch-onkologische Themen standen.
Krankenhauspharmazie 2022;43:405–10.

Seite 411 - 412
SerieNunzia Tabbone, Dortmund, und Dr. Gesine Picksak, AMTS-Beauftragte der ADKA

Medikationsfehler

Kommunikationsdefizite an Schnittstellen beeinträchtigen die Wirksamkeit eines Arzneimittels

Oft zeigt sich bei Patienten, die krankenhausintern verlegt werden, durch Kommunikationsdefizite eine Gefährdung in der Arzneimitteltherapiesicherheit.

Seite 413 - 414
Referiert & kommentiertMaximilian Günther, München

Ösophaguskarzinom

Sintilimab bei Plattenepithelkarzinom des Ösophagus

Der PD(Programmed cell death protein)-1-Antikörper Sintilimab ist in China für die Behandlung verschiedener Krebserkrankungen zugelassen. In der vorliegenden prospektiven, randomisierten Phase-III-Studie ORIENT-15 wurde der Nutzen von Sintilimab in Kombination mit einer Platin-basierten Chemotherapie als Erstlinientherapie bei Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinom des Ösophagus untersucht.

Seite 414 - 416
Referiert & kommentiertDr. Claus Gassner, Ravensburg

Palliativmedizin

Wie viel Flüssigkeit braucht ein Mensch am Lebensende?

Mit einem Kommentar von Dr. Constanze Rémi
Lässt sich bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung die Qualität des Sterbeprozesses durch Infusionsgaben verbessern? Und falls ja: Was ist die optimale Flüssigkeitsmenge, um die letzte Lebensphase für Patienten und deren Angehörige so würdevoll wie möglich zu gestalten?

Seite 417 - 418
Referiert & kommentiertSonja Zikeli, Stuttgart

Neonatale Sepsis

Schnelltest identifiziert Neugeborene mit hohem Risiko für Aminoglykosid-induzierte Ototoxizität

Mit einem Kommentar von Dr. Claus Gassner
Unter Aminoglykosiden sind nephro- und ototoxische Reaktionen möglich, insbesondere in hohen Dosen. Bei Trägern einer bestimmten Genvariante ist dieses Risiko besonders hoch und führt zu einem irreversiblen Hörverlust, wenn die Therapie nicht sofort abgebrochen wird. Britische Forscher haben in der PALOH-Studie einen Schnelltest entwickelt, mit dem Träger dieses Genotyps durch einen Wangenschleimhautabstrich identifiziert werden können. Statt Gentamicin erhielten sie das Cephalosporin Cefotaxim und blieben so von einer Aminoglykosid-induzierten Ototoxizität verschont.

Seite 419 - 420
Referiert & kommentiertDr. Annette Junker, Wermelskirchen

Rezidivierendes und primär refraktäres Ewing-Sarkom

Mit hochdosiertem Ifosfamid länger leben als mit anderen Protokollen

In der internationalen, randomisierten, kontrollierten Studie rEECur zur Therapie von rezidivierendem und primär refraktärem Ewing-Sarkom (r/r ES) wurde die Hochdosis-Ifosfamid-Chemotherapie mit anderen Chemotherapeutika verglichen. Das Ergebnis wurde während der Plenarsitzung bei der Jahrestagung der amerikanischen Onkologen 2022 (ASCO) vorgestellt.

Seite 421 - 422
Seite 423 - 424
Seite 1
Ausschreibung

ADKA-Innovationspreis 2023 im Bereich Klinische Pharmazie

Gestiftet von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Zum 21. Mal wird der Innovationspreis von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH gestiftet. Mit diesem Preis soll ein innovatives Projekt der Krankenhauspharmazie gewürdigt werden. Der Innovationspreis ist mit 7500 Euro dotiert.

Seite 2 - 4
Ausschreibung

Satzung: ADKA-Innovationspreis 2023 im Bereich Klinische Pharmazie

gestiftet von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH