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Editorial Priv.-Doz. Dr. Claudia Langebrake, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Komitees der ADKA

ADKA-Kongress 2022 – wieder in Präsenz!

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Originalarbeit Dorothea Strobach, München, Ute Chiriac, Heidelberg, Sigrun Klausner, Salzburg, Sabine Krebs, Erlangen, Claudia Langebrake, Hamburg, Christiane Querbach, München, und Carolin Schuhmacher, Villingen-Schwenningen

5. Ringversuch Arzneimittelinformation der ADKA

Was ist wichtig bei der Bearbeitung von Anfragen zu Nebenwirkungen?

Der 5. Ringversuch Arzneimittelinformation der ADKA betraf das große Themengebiet „Nebenwirkungen“. Konkret ging es um eine Anfrage zum möglichen Einfluss von Arzneimitteln auf die männliche Fertilität. Am Beispiel der Testanfrage wird dargestellt, welche Aspekte generell bei der Beantwortung von Nebenwirkungsanfragen und speziell zu diesem Thema zu bedenken sind. Eine Musterantwort und die inhaltlichen und formalen Auswertungskriterien werden aufgeführt.
Schlüsselwörter: Ringversuch, Arzneimittelinformation
Krankenhauspharmazie 2022;43:154–8.

Seite 159 -163
Originalarbeit Christiane Groth-Tonberge, Maximilian Strub, Ute Stetz, Alexandra Schwehr, Nathalie Voekt, Josef Heni, Harald Aigeldinger und Martin J. Hug, Freiburg

SAP-basiertes Lieferengpassmanagement für eine sichere Patientenversorgung

Seit Jahren belasten Arzneimittelliefer- und Versorgungsengpässe (LE) den Alltag der Krankenhausapotheker [3]. Zwar gefährdet nicht jeder Engpass die Patientenversorgung, aber die Nichtverfügbarkeit eines gewohnten Präparats kann die Compliance doch negativ beeinträchtigen und der Aufwand für eine Ersatzbeschaffung nimmt mit der Anzahl der LE stetig zu [2]. War die Lage Anfang der 2010er-Jahre noch mit einfachen Mitteln wie Tabellenverarbeitungsprogrammen beherrschbar, häuften sich die Lieferengpässe gegen Ende des letzten Jahrzehnts derart, dass eine tabellarische Erfassung und Bearbeitung an ihre Grenzen kam. Um unser oberstes Ziel – negative Folgen für unsere Patienten durch Lieferausfälle oder verzögerte Lieferungen zu vermeiden – zu erreichen, entstand die Idee, ein SAP-basiertes Tool zu entwickeln, das die vielfältigen Anforderungen an die Bearbeitung eines Lieferengpasses bedient. Dies wurde in Form eines gemeinsamen Projektes von ZDI, Arzneimittelinformation und Strategischem Einkauf der Apotheke geplant. Nach einer herausfordernden Umsetzungsphase ist ein interaktives Instrument entstanden, das seit Anfang 2021 in der Apotheke des Universitätsklinikums Freiburg im Einsatz ist.
Schlüsselwörter: Arzneimittelversorgung, Krankenhaus, Lieferengpässe, Patientenversorgung
Krankenhauspharmazie 2022;43:159–64.

English abstract

SAP-based management of drug supply bottleneck for a safe patient care

For years, drug and supply shortages have been a burden on the daily routine of hospital pharmacists. Although not every bottleneck put patient care at risk, the unavailability of an accustomed preparation can have a negative impact on compliance, and the effort of procuring a replacement increases steadily with the number of supply bottlenecks. While the situation in the early 2010s was still manageable with simple tools such as spreadsheet programs, the drug supply bottlenecks became so frequent towards the end of the last decade that tabular recording and processing reached its limits. In order to achieve our primary goal – to avoid negative consequences for our patients due to supply shortages or delayed deliveries – the idea arose to develop an SAP-based tool that would serve the diverse requirements of processing a supply bottleneck. This was planned as a joint project between ZDI, Drug Information and Strategic Purchasing of the pharmacy. After a challenging implementation phase, an interactive tool was created that has been in use in the pharmacy of the University Hospital Freiburg since the beginning of 2021.

Key words: drug supply, hospital, supply bottleneck, patient care

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Rezension Dr. Gesine Picksak, Hannover

Mit Adhärenz zu einer erfolgreichen Therapie

Seite 165 -169
Bericht Solvejg Langer, Stuttgart

Patienten rundum gut versorgen

Bericht vom Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2022

Vom 22. bis 26. März 2022 fand der Deutsche Schmerz- und Palliativtag 2022 online unter dem Motto „Individualisierung statt Standardisierung – Endlich leben!“ statt. Knapp 3500 Teilnehmer konnten sich in 130 Vorträgen – viele davon noch im Nachgang On Demand verfügbar – zu verschiedenen Krankheitsbildern informieren. So wurden unter anderem der Einsatz von Antidepressiva in der Schmerztherapie erläutert und die Migränebehandlung von Kindern sowie die Diagnose und Therapie der Endometriose vorgestellt. Auch das Zusammenspiel von Körper und Psyche war Thema.
Krankenhauspharmazie 2022;43:165–9.

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Serie Nunzia Tabbone, Dortmund, und Dr. Gesine Picksak, AMTS-Beauftragte der ADKA

Medikationsfehler

Wer hat es gewusst? Anstieg des Methotrexat-Spiegels durch ein Antibiotikum

Es ist bekannt, dass Interaktionen Wirkspiegel beeinflussen können. Diese Interaktionsmechanismen aber immer abrufbereit vor Augen zu haben, gelingt, wie dieser Fall zeigt, nicht immer zu jeder Zeit. Erschwert wird das Entdecken einer Interaktion, wenn dem Apotheker die Medikation eines Patienten nie komplett für eine Medikationsanalyse, beispielsweise in der zentralen Zytostatika-Abteilung, zur Verfügung steht.

Seite 173 -180
Referiert & kommentiert Dr. Dr. Tanja Neuvians, Ladenburg

Plaque-Psoriasis

Tapinarof-Creme 1 % verbessert Schuppenflechte

In einer Phase-III-Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit einer 1%igen Tapinarof-Creme untersucht. Die Hauterscheinungen der Plaque-Psoriasis besserten sich deutlich. Nebenwirkungen wie Follikulitis, Kontaktdermatitis und Kopfschmerzen traten in der Verum-Gruppe häufiger auf.

Seite 173 -180
Referiert & kommentiert Dr. Larissa Tetsch, Maisach

Clostridioides-difficile-Infektionen

Orale Mikrobiom-Therapie als Ergänzung zu Antibiotika

Der Einsatz von Breitbandantibiotika begünstigt Verschiebungen im Darmmikrobiom, die zu potenziell lebensgefährlichen Diarrhöen durch wiederkehrende Clostridioides-difficile-Infektionen führen können, die wiederum mit Antibiotika behandelt werden. Eine orale Mikrobiom-Therapie zur Wiederherstellung eines funktionellen Darmmikrobioms kann diesen Teufelskreis durchbrechen und wurde nun in einer randomisierten Phase-III-Studie getestet.

Seite 173 -180
Referiert & kommentiert Dr. Miriam Sonnet, Rheinstetten

Intrakranielle arteriosklerotische Stenose

Medikamentenbeschichteter Stent verringert Risiko für In-Stent-Restenose

Im Vergleich zu einem unbeschichteten Metall-Stent kann der Einsatz eines medikamentenbeschichteten Stents das Risiko für eine In-Stent-Restenose (ISR) bei Patienten mit intrakranieller arteriosklerotischer Stenose verringern. In einer Studie betrugen die ISR-Raten nach einem Jahr 9,5 % im Prüfarm und 30,2 % in der Kontrollgruppe.

Seite 173 -180
Referiert & kommentiert Maximilian Günther, München

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Etrolizumab sucht seinen Platz in der Therapie der Colitis ulcerosa

Etrolizumab wird im bislang größten klinischen Studienprogramm für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen untersucht. Die beiden aktuell vorliegenden Studien befassen sich mit dem Einsatz von Etrolizumab im Vergleich zu Infliximab (GARDENIA) und mit dem Einsatz als Erhaltungstherapie nach vorangegangener Behandlung mit einem TNF-Inhibitor (HICKORY).

Seite 173 -180
Referiert & kommentiert Dr. Claudia Bruhn, Berlin

Behandlung der Insomnie

Besser schlafen mit Daridorexant?

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Ende Februar 2022 die Zulassung des Orexin-Rezeptorantagonisten Daridorexant (vorgesehener Handelsname Quviviq®) für die Behandlung von Erwachsenen mit schweren Schlafstörungen empfohlen [2]. In den Studien, die dieser Empfehlung zugrunde liegen, verbesserte Daridorexant nicht nur das Ein- und Durchschlafen, sondern auch die Tages-Leistungsfähigkeit der Teilnehmer.

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Referiert & kommentiert Dr. Annette Junker, Wermelskirchen

Neu diagnostizierte AML

Länger leben mit Ivosidenib schon in der Erstlinientherapie

Wird bei Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zusätzlich zu Azacitidin als Induktionstherapie Ivosidenib gegeben, führt das zu verlängertem vorfallfreiem und Gesamtüberleben sowie besserem Ansprechen. Das konnte in einer Phase-III-Studie, die während der 63. Jahrestagung der amerikanischen Hämatologen (ASH) im Dezember 2021 vorgestellt wurde, gezeigt werden.

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ADKA intern

8. Kongress für Arzneimittelinformation: Posteraufruf

Vom 27. bis 28. Januar 2023 findet der 8. Kongress für Arzneimittelinformation statt. Wir, das wissenschaftliche Komitee, hoffen, Sie nach längerer Abstinenz nun wieder in Präsenz in Köln begrüßen zu dürfen. Es werden wieder viele wichtige Themen der Arzneimittelinformation von kompetenten Referierenden dargestellt und es gibt für jeden, ob Anfänger/Anfängerin oder Experte/Expertin, viele Gelegenheiten, in Vorträgen und Workshops zu lernen und zu diskutieren. Auch der persönliche Austausch soll nicht zu kurz kommen, zum Beispiel im Rahmen des abendlichen Meetings in der Ausstellung.

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Kongress

Posterausstellung und Kurzvorträge beim ADKA-Kongress in Nürnberg

Abstracts der Poster und Kurzvorträge beim 47. Wissenschaftlichen Kongress der ADKA vom 5. bis 7. Mai 2022

Die Abstracts der Poster und Kurzvorträge sind in Wissenschaftliche Poster und Praxis-Poster getrennt und jeweils alphabetisch nach Autorennamen (Erstautor) sortiert (Stand: 08.03.2022).