Seite 43 -44
Editorial Dr. Claudia Mildner, Andrea Obermeier, Dr. Cornelia Vetter-Kerkhoff und Dr. Steffen Amann

7. Kongress für Arzneimittelinformation – erstmals virtuell

Seite 45 -50
Originalarbeit Dorothea Strobach und Steffen Amann, München

Akademische Ausbildung zur Arzneimittelinformation muss ins universitäre Pharmaziestudium

Arzneimittelinformation ist eine Kernaufgabe des Apothekers mit dem Ziel, unabhängige, evidenzbasierte und für den Anwender nutzbare Informationen für eine rationale Arzneimitteltherapie bereitzustellen und so die Qualität und Sicherheit der Arzneimittelanwendung zu erhöhen. Wissenschaftliche Arbeitsweisen als Vorausetzung dafür werden bisher unzureichend in der universitären Ausbildung in Deutschland berücksichtigt. In diesem Artikel werden Inhalte und Vorschläge zur Umsetzung in der universitären Ausbildung vorgestellt. Dieser Artikel möchte zur aktuellen Diskussion zur Reformierung des Pharmaziestudiums beitragen. Er spiegelt die persönliche Meinung der Autoren wider und ist keine offizielle Verlautbarung der ADKA.
Schlüsselwörter: Arzneimittelinformation, wissenschaftliche Arbeitsmethoden, Pharmaziestudium, Approbationsordnung, EAHP Statement: Section 6: Education and Research [13]
Krankenhauspharmazie 2021;42:45–50.

English abstract

Academic training in drug information must be included in pharmacy curricula at German universities

Drug information is one of the core tasks of pharmacists. The aim is to provide information that is independent, evidence-based, and usable for the enquirer, thereby improving quality and safety of drug therapy. Currently, scientific working methods required to fulfill this task, are represented inadequately in curricula of pharmacy education. In this paper, we present contents and suggestions for improvement.

Key words: Drug information, scientific working methods, studies of pharmacy, curriculum

Seite 51 -55
Originalarbeit Andrea Obermeier, Eva Weber, Myga Brakebusch, Steffen Amann und Claudia Mildner für den ADKA-Ausschuss Arzneimittelinformation

KAMPI – Evidenzbasierte Arzneimittelinformation in Krankenhausapotheken

Ein Rückblick auf sechs Jahre

Das ADKA-Projekt „KAMPI“ wurde 2014 gestartet. Ziel ist, die Arzneimittelinformation in deutschen Krankenhausapotheken als festen Bestandteil des klinisch-pharmazeutischen Serviceangebots zu etablieren, zu stärken und auszubauen. Eine Auswertung der letzten sechs Jahre soll zeigen, welche Effekte erzielt werden konnten.
Schlüsselwörter: ADKA, ADKA Arzneimittel-Info-Datenbank, Arzneimittelinformation, KAMPI, Krankenhausapotheke
Krankenhauspharmazie 2021;42:51–5.

English abstract

KAMPI – evidence-based drug information in hospital pharmacies

The ADKA project KAMPI was started in 2014. The aim was to establish, strengthen and extend drug information services in German hospital pharmacies as a routine clinical-pharmaceutical offer. The present analysis was performed in order to describe KAMPI effects throughout the last 6 years.

Key words: drug information, drug information documentation tool, evidence-based drug information, German society of hospital pharmacists, KAMPI

Seite 57 -58
Originalarbeit Dorothea Strobach, München, Ute Blassmann, Heidelberg, Sigrun Klausner, Salzburg, Sabine Krebs, Erlangen, Claudia Langebrake, Hamburg, Christiane Querbach, München, und Carolin Schuhmacher, Villingen-Schwenningen

4. Ringversuch Arzneimittelinformation der ADKA

Frage und Musterantwort

Der 4. Ringversuch Arzneimittelinformation der ADKA für Krankenhausapotheken fand im Oktober 2020 statt. Das Themengebiet war Überdosierung/Toxikologie. Die Durchführung erfolgte wieder unter simulierten Praxisbedingungen: Bei Anmeldung war die Woche bekannt, in der der Ringversuch stattfindet, der genaue Wochentag jedoch nicht. Ein Zeitfenster zur Einreichung der Antwort wurde vorgegeben. Ausgewertet wurden anonymisiert durch ein Expertengremium inhaltliche Mindestangaben (zur Beantwortung der Frage erforderlich), inhaltliche Zusatzinformationen (bringen dem Fragesteller einen zusätzlichen Nutzen) und formale Kriterien (für Verständlichkeit, Lesbarkeit und Nachvollziehbarkeit wichtig). Nachfolgend werden die Testanfrage, eine mögliche Musterantwort und die inhaltlichen Kriterien der Auswertung aufgeführt.
Schlüsselwörter: Ringversuch, Arzneimittelinformation
Krankenhauspharmazie 2021;42:57–8.

Seite 59 -60
Serie

Medikationsfehler

UAW: Rezidivierendes Erbrechen bei einer herztransplantierten Patientin

Ärzte und Patienten erkennen häufig nicht den Zusammenhang zwischen der Einnahme eines Arzneimittels und einer auftretenden Nebenwirkung, deuten diese häufig als neues Symptom. Auch eingeschränkte Organfunktionen werden ebenfalls nicht als solche beachtet und können so das Auftreten von unerwünschten Wirkungen durch fortgeführte Dosierungen triggern. Dies führt nicht selten zu einer falschen Verordnung und damit einer persistierenden Symptomlast (hier: rezidivierendes Erbrechen).

Seite 61 -66
Referiert & kommentiert Gerrit Seifert, Mainz

Rheumatoide Arthritis

Upadacitinib versus Abatacept

Upadacitinib ist ein selektiver Hemmstoff der Januskinase 1 (JAK1). Bisherige Studien konnten zeigen, dass Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis, die bisher schlecht oder gar nicht auf andere Wirkstoffe angesprochen haben, unter Upadacitinib eine Remission erreichen. Im Vergleich mit Abatacept konnte nun eine Überlegenheit von Upadacitinib belegt werden. Allerdings ging dies mit einer höheren Rate an Nebenwirkungen einher.

Seite 61 -66
Referiert & kommentiert Dr. Sabine Fischer, Stuttgart

Migräne

Sicherheit und Wirksamkeit von Galcanezumab

Bei vielen Patienten scheitert eine Migräneprophylaxe, da diese nicht ausreichend auf bislang verfügbare, vorbeugende Arzneimittel ansprechen. In der vorliegenden Phase-IIIb-CONQUER-Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Galcanezumab, einem Antikörper gegen das Calcitonin Gene-Related Peptid, untersucht.

Seite 61 -66
Referiert & kommentiert Dr. Matthias Desch, Kogl, Österreich

Prävention

Polypille bei Menschen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko

Kardiovaskuläre Ereignisse führen weltweit die Liste der Todesursachen an. In der Sekundärprävention haben Statine, Blutdrucksenker und niedrig dosierte Acetylsalicylsäure einen hohen Stellenwert, um das Risiko wiederkehrender Ereignisse zu reduzieren. Im Rahmen der TIPS-3-Studie konnte die Anwendung einer Polypille mit und ohne niedrig dosierte Acetylsalicylsäure harte kardiovaskuläre Endpunkte bei Menschen mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko, aber ohne kardiovaskuläre Erkrankung, im Vergleich zu Placebo reduzieren.

Seite 61 -66
Referiert & kommentiert Dr. Barbara Kreutzkamp, Hamburg

Erster direkter Vergleich

Amisulprid besser antipsychotisch wirksam als Aripiprazol und Olanzapin

In einem direkten, Beurteiler-verblindeten, randomisierten Vergleich (mit Abwahloptionen – „semi-randomisiert“) erwies sich Amisulprid als signifikant stärker antipsychotisch wirksam als die Vergleichssubstanzen Aripiprazol und Olanzapin. Bei den Nebenwirkungen ergaben sich keine nennenswerten Unterschiede; Anstiege bei Gewicht, Lipiden und Prolactin traten unter den drei Antipsychotika mit einer statistisch vergleichbaren Häufigkeit auf.

Seite 67 -68
Notizen Stefan Fischer, Stuttgart Mit einem Kommentar von Prof. Dr. Clemens Unger, Freiburg

G-BA-Beschluss

PSA-Test als Screening zur Früherkennung

Seite 69 -72
Seite 73
Dr. Wiltrud Probst und Dr. Matthias Fellhauer

Nachruf auf Dr. phil. Winfried Felis

Seite 74 -87
Kongress

Der Apotheker als Wissensmanager – mehr Sicherheit für Arzt und Patient

Abstracts der Poster, vorgestellt beim 7., erstmals virtuellen Kongress für Arzneimittelinformation der ADKA am 6. Februar 2021

Die Abstracts der Poster sind in Best Practice Poster und Wissenschaftliche Poster jeweils alphabetisch nach Autorennamen (Erstautor) sortiert.