Seite 279 -280
Kongress Solvejg Langer, Stuttgart

Medikationsmanagement statt nur Medikationsanalyse

Medikationsmanagement im Krankenhaus 2021 war das Motto des diesjährigen Kongresses des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. Zwei Stationsapotheker berichteten dort im ersten Keynote-Vortrag, wie sie unter verschiedenen Bedingungen – kleineres Krankenhaus vs. Uniklinikum – Medikationsmangement betreiben.
Krankenhauspharmazie 2021;42:279–80.

Seite 281 -282
Kongress Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Lieferengpässe und kein Ende

„Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Arzneimitteln unter Corona-Bedingungen“ lautete der Titel der Keynote-Lecture von Prof. Dr. Dr. Klaus Nagels, Lehrstuhlinhaber für Medizinmanagement und Versorgungsforschung an der Universität Bayreuth. Er betrachtete Lieferengpässe vor, während und nach der Pandemie. Nach einem vorübergehenden Anstieg von Versorgungsengpässen zu Beginn der Pandemie hat sich inzwischen wieder das präpandemische Niveau eingestellt. Für die nächsten Jahre rechnet Nagels eher mit einer weiteren Zunahme von Lieferengpässen.
Krankenhauspharmazie 2021;42:281–2.

Seite 283 -284
Kongress Solvejg Langer, Stuttgart

Elektronische Verordnung und Unit-Dose-Versorgung

Das Closed Loop Medication Management (CLMM) ist das erklärte Ziel des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. Beim diesjährigen wissenschaftlichen Kongress konnten die Teilnehmer in verschiedenen Seminaren erfahren und diskutieren, wie Apotheker in einzelne Schritte des CLMM eingebunden sind. So ging es unter anderem um die Rolle der Apotheker im elektronischen Verordnungsprozess und auch um die Umstellung der Arzneimittel-Lagerlogistik auf eine patientenindividuelle Unit-Dose-Versorgung.
Krankenhauspharmazie 2021;42:283–4.

Seite 285 -286
Kongress Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Arzneimittelmanagement bei Intensivpatienten

Welchen Stellenwert haben klinisch tätige Apotheker auf Intensivstationen? Ergebnisse einer Onlinebefragung zu Art und Ausmaß pharmazeutischer Tätigkeit auf deutschen Intensivstationen wurden im Seminar „Arzneimittelmanagement bei Intensivpatienten“ beim 46. Wissenschaftlichen ADKA-Kongress präsentiert. Wie die Apotheke durch Bereitstellung von Standardinfusionslösungen und Standardinfusionsschemata zur Arzneimitteltherapiesicherheit auf Intensivstationen beitragen kann, war Gegenstand des zweiten Vortrags.
Krankenhauspharmazie 2021;42:285–6.

Seite 287 -288
Kongress Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Krankenhausapotheker bei der ATMP- und Gentherapie

Beim Einsatz von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMP) kann die Krankenhausapotheke sich in vielfältiger Weise einbringen, muss aber auch mit besonderen regulatorischen Herausforderungen umgehen. Dazu informierten Prof. Dr. Irene Krämer, Mainz, und Priv.-Doz. Dr. Claudia Langebrake, Hamburg, bei einem Seminar im Rahmen der 46. Wissenschaftlichen ADKA-Kongresses.
Krankenhauspharmazie 2021;42:287–8.

Seite 1 -2
Kongress Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart

Gemeinsamer Blick auf Risiken der Arzneimitteltherapie

Über erfolgreiche Modelle der „Arzt-Apotheker-Kooperation im klinischen Alltag“ berichteten zwei Arzt-Apotheker-Tandems im gleichnamigen Seminar im Rahmen des 46. Wissenschaftlichen ADKA-Kongresses.
Krankenhauspharmazie 2021;42:289–90.

Seite 291 -292
Kongress Solvejg Langer, Stuttgart

Patientenkompetenzen eruieren und aktivieren

Beim 46. Wissenschaftlichen Kongress des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. schilderte Dr. Thomas Weis in einem Seminar, welchen Herausforderungen Krankenhausapotheker im Patientenkontakt begegnen. Dazu zählt auch, herauszufinden, was Patienten wissen und verstehen und wie man Informationen effektiver an den Patienten bringen kann.
Krankenhauspharmazie 2021;42:291–2.

Seite 293 -295
Kongress Antje Prenzel, Berlin

Fortbildung für Krankenhaus-PTA in Zeiten der Pandemie

Online-Vortragsreihe für PTA im Rahmen des ADKA-Kongresses 2021

Der Seminartag für PTA beim diesjährigen ADKA-Kongress fand pandemiebedingt rein virtuell statt. Vorträge zu Corona-Impfstoffen, zu Geschichte und Neuentwicklungen in der Onkologie sowie zur Geschichte der HIV-Therapie ersetzten das sonst übliche Format „Von PTA für PTA“.
Krankenhauspharmazie 2021;42:293–5.

Seite 296 -318
Übersicht Hans-Peter Lipp und Marina Lehmann, Tübingen

SARS-CoV-2-Pandemie und die Rolle der Krankenhausapotheke im COVID-19 Management

Seit dem Jahresbeginn 2020 beherrscht das COVID-19-Management international alle Bereiche des Gesundheitswesens. Sehr früh waren in diesem Zusammenhang auch die Krankenhausapotheken intensiv eingebunden, wie z. B. bei der umfangreichen Beschaffung von Narkotika und Händedesinfektionsmitteln, deren Eigenherstellung sowie der dezentralen Weitergabe von Repurposing Drugs und Remdesivir über die STAKOB-Zentren. Gleichzeitig ergaben sich durch die Dynamik der Erkenntnisgewinne immer wieder neue Therapieoptionen im Stadium III und IV der Erkrankung, die es in ihrer Evidenz kritisch abzuwägen galt. Zur Jahreswende beherrschten dann die anlaufenden Impfprogramme und der immense Bedarf an SARS-CoV-2-Antigentests den Alltag in der Krankenhausapotheke, da regelmäßige Unterstützungen über die pharmazeutische Logistik, Schulungen in den Impfzentren und engmaschige interdisziplinäre Abstimmungen erforderlich waren. Rückblickend übernahm die Krankenhausapotheke über das ganze COVID-19-Krisenmanagement hinweg ein außerordentlich hohes Maß an Verantwortung, was von verschiedenen Medien bisher leider nicht angemessen reflektiert wurde.
Schlüsselwörter: SARS-CoV-2, COVID-19-Managament, Krankenhausapotheke, STAKOB (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger), Repurposing Drugs, aktive und passive Immunisierung, Schnelltests, neue Therapieoptionen
Krankenhauspharmazie 2021;42:296–318.

English abstract

SARS-Cov2 and the important impact of hospital pharmacists on COVID-19-Management

Since the beginning of 2020, COVID-19-management has been dominating all areas of international health systems. Already in a very early stage, German hospital pharmacists had been involved both in obtaining and producing narcotic drugs as well as hand desinfectants and distribution of defined repurposing drugs as well as remdesivir via STAKOB. Further challenges turned out when the dynamics of new therapeutic strategies in stage III and IV of the disease had to be critically evaluated. Since the new year, vaccination programms as well as test campaigns had to be continuously adapted. In a retrospective view, hospital pharmacists have been overtaking an enormous responsibility during the whole COVID-19-scenario which has not yet been reflected by different media in an appropriate manner.

Key words: SARS-CoV2, COVID-19-management, hospital pharmacy, STAKOB, Repurposing Drugs, active and passive immunization, direct antigen tests, novel therapeutic options

Rezension Alenka Pecar, München

Arzneistoffe in der Pädiatrie richtig dosieren

Seite 321 -322
Serie Christiane Ahlmann, Vanessa Diebenbusch, Bochum, und Dr. Gesine Picksak, Hannover, AMTS-Beauftragte der ADKA e. V.

Medikationsfehler

Interaktionsgefahr über die Schnittstelle hinaus

In einem Krankenhaus wird die Eintrittsmedikation der Patienten strukturiert erfasst und durch einen Apotheker auf die klinikeigene Medikation umgestellt. Für diesen Prozess wird AiDKlinik® in Kombination mit iMedOne® genutzt. Sind in diesem Schritt Interaktionen ersichtlich, wird der Arzt schriftlich vom Apotheker über das Krankenhausinformationssystem informiert. Diese strukturierte Erfassung ermöglicht dem behandelnden Arzt im Krankenhaus eine gute Übersicht über die Medikation des Patienten sowie bestehende Interaktionen. Erfolgte Medikationsanpassungen während des stationären Aufenthalts werden so für den behandelnden Arzt klar ersichtlich. Die Entlassmedikation kann, zusätzlich zum Entlassbrief, im bundeseinheitlichen Medikationsplan für den Patienten festgehalten werden.

Seite 323 -328
Referiert & kommentiert Dr. Miriam Sonnet, Rheinstetten

Opioid-Überdosierung

Naloxon: Besser intramuskulär als intranasal?

Um eine Opioid-Überdosierung zu behandeln, wird häufig Naloxonhydrochlorid verwendet, das sowohl intranasal als auch intramuskulär appliziert werden kann. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die intranasale Gabe zwar effektiv ist – in gleicher Konzentration ist sie einer intramuskulären Applikation aber unterlegen.

Seite 323 -328
Referiert & kommentiert Beatrice Hamberger, Berlin

Erektile Dysfunktion

Kombinierte Therapien sind der Schlüssel zum Erfolg

PDE5-Inhibitoren haben die Behandlung der erektilen Dysfunktion erheblich verbessert. Doch betroffene Männer profitieren offenbar am meisten, wenn die Arzneimittel mit anderen Therapien kombiniert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse, die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde.

Seite 323 -328
Referiert & kommentiert Solvejg Langer, Stuttgart

Plaque-Psoriasis

Bimekizumab effektiver als andere Biologika

In zwei Studien wurde der Antikörper Bimekizumab bei Plaque-Psoriasis gegenüber zwei etablierten Therapien getestet. Er erwies sich dabei als überlegen gegenüber dem TNF-Blocker Adalimumab und auch gegenüber dem Interleukin-17A-Hemmer Secukinumab. Allerdings hatte Bimekizumab häufiger orale Candidosen als Nebenwirkung zur Folge als die Vergleichstherapien.

Seite 323 -328
Referiert & kommentiert Maximilian Günther, Bonn

Akute lymphatische Leukämie

Blinatumomab zur Therapie von Kindern mit Rezidiv einer akuten lymphatischen B-Zell-Leukämie

Die Prognose von pädiatrischen Patienten mit einer akuten lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-Zell-ALL), die innerhalb der ersten drei Jahre nach Diagnose ein Rezidiv der Erkrankung erleiden, ist schlecht. Die vorliegenden internationalen, randomisierten, kontrollierten Studien von Brown et al. und Locatelli et al. untersuchen den Einsatz von Blinatumomab bei Patienten mit einem frühen Rezidiv der B-Zell-ALL.

Seite 329
Notizen Solvejg Langer, Stuttgart

G-BA-Beschluss

Dapagliflozin bei chronischer Herzinsuffizienz

Seite 330 -333